Im Mai 2024 fuhren die Osnabrücker LandFrauen in die Landeshauptstadt Hannover mit Besuch des Landtages, einer Landtagsdebatte und Abgeordnetengespräch.
Zu Beginn unseres Besuches erhielten wir umfangreiche Informationen zur Zusammensetzung des Niedersächsischen Landtages und seiner unterschiedlichen Gremien, ebenso zum Ablauf der
parlamentarischen Arbeit.
Anschließend verfolgten wir von der Besuchertribüne die laufende Plenardebatte. Unter der Leitung des Landtagsvizepräsidenten Jens Nacke wurde abschließend über die Änderung der Geschäftsordnung
des Niedersächsischen Landtages beraten und die erste Beratung eines Gesetzentwurfes zur Stärkung der Weiterbildung stand auf der Tagesordnung.
Zum Abgeordnetengespräch hatte MdL Guido Pott dann noch die Kolleginnen Verena Kämmerling und Nadja Weippert und den Kollegen Marcel Queckemeyer dazu gebeten. In der recht lebhaften Diskussion
wurden u.a. die verlässliche Kindertagesstätten- und Unterrichtsversorgung angesprochen. Auch die Wichtigkeit, dass Alltagskompetenzen in die Lehrpläne an allgemeinbildenden Schulen aufgenommen
und entsprechendes Lehrpersonal ausgebildet werden sollten, wurde von den Damen aus Osnabrück thematisiert. Außerdem wurde über die Stärkung des Ehrenamtes, des ländlichen Raumes und die
Vereinbarkeit von Beruf und Care Arbeit diskutiert.
Der Besuch mit Führung im Berggarten stand zum Abschluss auf dem Programm. Der Berggarten mit 12.000 verschiedenen Pflanzenarten ist einer der ältesten botanischen Gärten in Deutschland. Bereits
Kurfürstin Sophie hatte ein großes Interesse an fremdartigen Pflanzen und stellte einen Teil ihres "Nadelgeldes" für die Anschaffung neuer Gewächse zur Verfügung.
Sowohl in den Orchideen-, Tropen- und Kakteen-Schauhäuser als auch in den unterschiedlichen Themengärten konnten die Osnabrücker LandFrauen viele pflanzliche Besonderheiten entdecken und bewundern.
Jedes Jahr im August treffen sich die Vorstandsmitglieder der 10 Ortsvereine des LandFrauen Kreisverbandes Osnabrück zu einer Informationsfahrt. In diesem Jahr hatte der Vorstand des LandFrauenvereins Bissendorf-Holte ein interessantes Programm zusammengestellt.
Das erste Ziel der Info-Fahrt war die Rehaklinik Werscherberg. Dort wurde das umfassende Behandlungsangebot für nahezu alle Formen von Kommunikationsstörungen bei Kindern und Jugendlichen vorgestellt. Neben der medizinischen und therapeutischen Versorgung tragen auch die gemeinsame Unterbringung, der Austausch, die Interaktionen und die damit einhergehende Kommunikationsförderung einen wichtigen Teil zum Gesamterfolg der Rehabilitation bei.
Die 1991 gegründete Einrichtung bietet inzwischen Platz für 166 Patientinnen und Patienten aus dem gesamten deutschsprachigen Raum mit jeweils einer Begleitperson. Bewegung ist ein wichtiger Therapiebaustein. Neben Spielplätzen und mehreren Turnhallen gibt es ein Schwimmbad und seit kurzem auch einen Niedrigseilgarten. Bedauerlicherweise dauert es oft lange, bis die Patientinnen und Patienten eine Kostenzusage durch die Versicherungsträger erhalten.
Beim anschließenden Besuch der Schuchmann GmbH & Co. KG, einem Familienbetrieb in zweiter Generation, erhielten die Landfrauen Einblicke in die Fertigung und den Vertrieb von Kinder-Rehatechnik. Torsten Schuchmann erklärte, was ihm und seiner Frau besonders am Herzen liegt: „Wir wollen Kinder mit individuellen Bedürfnissen so optimal, wie es nur irgendwie möglich ist, unterstützen – mit Produkten, die genauso individuell sind wie sie.“ Dann darf sich das Kind die Lieblingsfarbe für sein Produkt aussuchen, das – sofern möglich - mit seinem Namen bestickt wird. Der Anspruch ist, Kinder mit Behinderungen so zu unterstützen, dass sie mobiler und selbstständiger werden. Das über 150-köpfige Team arbeitet eng mit Fachhändlern, Ärzten und Therapeuten zusammen, um sich genau in die Bedürfnisse der Kinder und deren Familien hineinzudenken.
Der nächste Stopp erfolgte bei Küche (er)Leben by Losing. Die Fachleute planen Küchen entsprechend der persönlichen Ansprüche und Bedürfnisse, egal ob klassisch oder modern, klein oder groß, matt oder hochglänzend, Holz oder Beton. Die zahlreichen Beispiele bekannter Marken für z.B. stoß-, kratz-, und abriebfeste, hitze- und lichtbeständige, fleckenunempfindliche und absolut leicht zu reinigende Oberflächen weckten bei einigen Teilnehmerinnen den Wunsch nach einer neuen Küche. Dabei spielen energieeffiziente Einbaugeräte eine wichtige Rolle ebenso wie die passgenauen Arbeits- und Greifhöhen für rückenschonendes Arbeiten.
Genügend Raum für den wichtigen Austausch untereinander gab es dann noch beim abschließenden Abendessen auf dem Hof Luckmann.
30. Juni bis 2. Juli 2023
Bereits auf der Hinfahrt gab es bei Halloren, Deutschlands ältester Schokoladenfabrik, Einblicke in die lange und bewegende Firmengeschichte. Das Schokoladenzimmer im Museum ist einzigartig in Deutschland und lässt jeder Naschkatze das Wasser im Mund zusammenlaufen. Es ist etwa 17 Quadratmeter groß und komplett mit Möbeln, Figuren und Accessoires aus Schokolade eingerichtet. Die Chocolatiers haben rund 5.000 Stunden daran gearbeitet und dabei 1,5 Tonnen Schokolade verbraucht.
Während einer Rundfahrt auf dem 252 ha großen Markkleeberger See konnten wir Eindrücke gewinnen, wie die nach der Einstellung der Tagebaue im Mitteldeutschen Braunkohlerevier gefluteten Bergbaufolgeseen für Mensch und Natur rekultiviert wurden und werden.
Zum Abschluss des ersten Tages stand das leckere und reichhaltige Abendessen im historischen Auerbachs Keller auf dem Programm.
Im Rahmen der Stadtrundfahrt und des anschließenden Stadtrundganges gab es viel zu sehen: historische Gebäude, hohe Türme und geschichtsträchtige Orte. Die Musik- und Messestadt entstand vor über 1.000 Jahren am Schnittpunkt der wichtigsten Handelswege. Das heutige Leipzig präsentiert sich als dynamische Wirtschafts- und Kulturmetropole. Das Herz der Stadt schlägt in dem nur etwa 1 Quadratkilometer großen, kompakten Zentrum und beeindruckt mit den nach 1990 sorgfältig restaurierten historischen Messepalästen und Passagen. Beim Kaffee in 120m Höhe des Panorama Towers, im Volksmund auch „Steiler Zahn“ genannt, bot sich den Osnabrücker LandFrauen ein fantastischer Blick über die Stadt. Im Kabarett-Theater Leipziger Funzel wurden wir mit gepfefferten Texten für Hirn und Zwerchfell versorgt.
Auf dem Weg ins Leipziger Neuseenland besuchten die Osnabrückerinnen die Kirchenruine in Wachau. Der Cospudener See, mit über 400 ha Wasserfläche einer der größeren Seen und externer Expo 2000 – Standort, bietet am Nord- und Ostufer viele sport- und freizeitbezogenen Möglichkeiten am, auf und im Wasser. Am West- und Südufer befinden sich die Auenlandschaft der Weißen Elster und vielfältige Naturrefugien u.a. mit Feuchtbiotopen.
Im Europa Rosarium Sangerhausen konnten die Osnabrücker LandFrauen auch Rosenattraktionen, wie die „Grüne Rose“ und Moosrosen sehen. Die weltgrößte Rosensammlung begeisterte mit den mehr als 8.700 verschiedenen Rosensorten und -arten. Außerdem gab es auch viele hilfreiche Informationen zu Pflanzung und Pflege oder welche Begleitpflanzen besonders geeignet sind..
Die diesjährige Gartenlehrfahrt (2023) in Zusammenarbeit mit der Bezirksstelle Osnabrück der LWK Niedersachsen bot vielfältige und zahlreiche Einblicke in private Gärten.
Das erste Ziel der Osnabrücker Landfrauen war Omartinas Garten in Ihlow. Der allein durch seine Größe von mehr als 10000 qm imponierende Garten beeindruckte ebenso durch die unterschiedliche Gartengestaltung mit intensiv gepflegtem Teil, einem prächtigen Gemüsegarten, einer Obstwiese und einem extensiven Bereich. Interessante Farb- und Formspiele gab es nicht nur bei den Pflanzen zu bewundern, sondern auch bei den Pflasterungen. An vielen Stellen ergaben sich von liebevoll hergerichteten Sitzplätzen faszinierende Blicke in die unterschiedlichen Gartenbereiche. Die Garteneigentümer berichteten, wie sich ihr Garten im Laufe der Jahre gewandelt hat. So wurde aus dem ehemaligen Schwimmteich ein Naturteich mit angrenzender Pflanzenkläranlage und aus zwei weiteren Teichen entstanden ein Moorbeet und ein Senkgarten.
Auf dem Weg zum zweiten Garten lernten wir das Besondere der Fehnlandschaft mit ihren Kanälen und Klappbrücken und den typischen Glufhäusern kennen. In Spetzer Tuun bestaunten die Osnabrückerinnen neben 120 verschiedenen Hostas jede Menge Stauden, Rosen, Ziergehölze und Clematis. Über verschlungene Kieswege, vorbei an mehreren Wasserspielen, waren die einzelnen Gartenräume zu entdecken. Dabei fanden auch die die selbstgetöpferten Dekorationen viel Beachtung.
Mitten in der ostfriesischen Wallheckenlandschaft liegt der Landhausgarten Knospe. Natürliche und formal gestaltete Gartenbereiche entfalten hier ihren besonderen Reiz. Gleich hinter dem Haus befindet sich der Teichgarten mit 2 Bachläufen. Überall lassen sich Besonderheiten entdecken – in den Farbgärten, im Alpinum, im Heckengarten, auf der Obstwiese oder im Waldgarten. Der Hausherr hat eine besondere Vorliebe für Erdorchideen während seine Frau im Waldgarten über 40 Kamelien gesammelt hat.
In der kleinen Hausgärtnerei fanden die Osnabrückerinnen dann auch noch so manche Pflanze für den eigenen Garten.
Gleich mit zwei Bussen starteten die Osnabrücker LandFrauen Anfang März 2023 in die Provinz Groningen und ließen sich von der Schneeglöckchenvielfalt verzaubern.
Vier sehr unterschiedliche Gärten in Winschoten, Blijham, Oostwold und Stadskanaal öffneten ihre Tore. Wir sahen einen Waldgarten mit einem bemerkenswerten Höhenunterschied von 5 Metern, einen Landschaftsgarten mit riesigen Findlingen, einen ökologisch bewirtschafteten Garten mit interessanten Kunstobjekten und einen schmalen 350 Meter langen in 10 Gartenzimmer unterteilten Garten voller blühender Schneeglöckchen. Die LandFrauen staunten über bis 150 verschiedene Schneeglöckchensorten und bewunderten die abwechslungsreichen Kombinationen mit Krokussen und Helleborus.
Die jeweiligen Gartenbesitzer gewährten Einblicke in ihre Gartenphilosophie und verwöhnten die Besucherinnen auch noch mit unterschiedlichsten Leckereien.