Landfauen-Café im Blumenhof Budke

Bei der gut besuchten Adventsausstellung im Blumenhof Budke am Sonntag, den 20. November verwöhnten die Landfrauen die Besucher mit selbstgebackenen Torten und Kuchen.

Ein Teil des Erlöses geht an die Osnabrücker Tafel e.V. - Außenstelle Hollage.

Ganz herzlich bedanken möchten wir uns bei den kreativen Kuchenbäckerinnen und den fleißigen Helferinnen beim Kaffee ausschenken, Kuchen verteilen und Geschirr spülen. Danke!

 


Die Umweltbeauftragte zu Besuch bei den Landfrauen

Am 8. November trafen sich die Landfrauen im Gasthaus Lingemann in Rulle. Nach einem gemütlichen Kaffeetrinken begrüßten wir die Umweltbeauftragte der Gemeinde Wallenhorst, Frau Isabella Markfort.

Zuerst schilderte die studierte Landschaftsentwicklerin ihren beruflichen Werdegang und ihren privaten Bezug zur Landwirtschaft. Denn sie betreibt mit ihrem Mann einen kleinen Bauernhof im Nebenerwerb in Brochterbeck. Da intensive Landwirtschaft oft zum Artenschwund beiträgt, müssen Landwirte und Naturschützer auf Augenhöhe zusammenarbeiten, um die Artenvielfalt in Deutschland zu erhalten und zu fördern. „Ich 

suche bewusst das Gespräch mit den Landwirten, denn Natur- und Umweltschutz geht nur mit der Landwirtschaft,“ sagte Frau Markfort.


Anhand von Fotos erzählte sie dann von ihren Aufgabenbereichen hier in Wallenhorst. Dazu gehören die Umweltbildung an Schulen und im Jugendzentrum sowie der Artenschutz bedrohter Tiere, z. B. durch das Aufstellen von Krötenzäunen oder Nistkästen. Sie betreut die gemeindeeigenen Kompensationsflächen und das Wegerandstreifenprogramm. Vormals überpflügte Wegerandstreifen oder brachliegende Flächen erhalten eine ökologische Aufwertung. Sie werden also für die heimische Tier- und Pflanzenwelt wieder attraktiv gestaltet.

Im Rahmen des Projektes „Grün statt Grau – Gewerbegebiete im Wandel“ ist im Bereich des Tassenkreisels auf einer zuvor regelmäßig gemähten Rasenfläche eine Blühfläche angelegt worden.

Gerne können sich Firmen oder Privatpersonen im Rathaus bei ihr melden, wenn sie ungenutzte Flächen in Blühflächen umgestalten möchten.

Frau Markfort sieht es als wichtige Aufgabe, alle Bürgerinnen und Bürger in Umweltbelangen zu informieren oder zu beraten. Sie möchte ihre Begeisterung für die Natur gerne weitergeben und hofft, dass sie vielen mit Rat und Tat zur Seite stehen kann. „Wir müssen der Natur wieder näher kommen, um besser zu verstehen, warum man sie schützen muss“, sagte die Umweltbeauftragte.

Zum Schluss verteilte sie noch Saattütchen mit der „Osnabrücker Mischung“ – eine Blühmischung mit speziell für unsere Region zusammengestelltem Saatgut.


Besichtigung des Betriebes "Die Gemüsegärtner" in Kalkriese

Am frühen Nachmittag des 11.10.22 trafen sich 27 Landfrauen bei den Gemüsegärtnern in Kalkriese. Begrüßt wurden wir von Herrn Preckel, einem Mitbegründer dieser Bio-Gärtnerei.

Er berichtete zunächst von den Anfängen in den 1980er Jahren.

Seitdem sind die Gemüsegärtner aus Kalkriese auf den Wochenmärkten in Stadt und Landkreis Osnabrück anzutreffen. Schwerpunkte der Gärtnerei sind der Anbau von Feingemüse, die Jungpflanzenzucht für andere Betriebe und die Chicorée Treiberei. Was mit dem Verkauf von vorwiegend regionalem Obst- und Gemüse begonnen hat, hat sich mehr und mehr zu einem Lieferservice für die verschiedensten Bio-Produkte entwickelt. „Durch unsere Erfahrungen auf den Wochenmärkten haben wir schnell gemerkt, dass wir unseren Kunden noch mehr Service bieten können. Sie sollten nicht mehr kiloweise Kartoffeln und Kohl schleppen müssen. So haben wir begonnen, das Bio-Gemüse einfach direkt zu ihnen nach Hause zu liefern.“ berichtete Herr Preckel über die Anfänge des Lieferservices.


Die Produktpalette wird stetig erweitert und neben Obst und Gemüse werden auch tierische Produkte wie Milch, Käse oder Fleisch angeboten. Auch Blumen, Drogerieartikel und Backwaren finden sich im Sortiment.

„Heute umfasst unser Lebensmittel-Sortiment über 2.500 Produkte, die wir entweder selbst anbauen oder von langjährigen Partnerbetrieben, meist aus der Region, beziehen,“ erklärte uns Herr Preckel während des sehr informativen Besichtigungsrundganges.

Anhand eines modernen Shopsystems können online ganz einfach die verschiedenen Basiskisten  bestellt werden. Die Kisten gibt es in verschiedenen Größen und mit wöchentlich wechselndem Angebot, vorwiegend mit saisonale Produkten aus der Region. Man kann sich auch individuelle Kisten zusammenstellen oder praktische Kochboxen. Passende Rezepte liegen den Kisten bei.

Es fällt auch kaum Verpackungsmüll an, denn nur leicht verderbliche Salatsorten oder Kräuter werden eingetütet. Alles andere kommt unverpackt in die Kiste. Mit den wöchentlich auszuliefernden Abonnement-Kisten ist auch ein entscheidender Vorteil für die Gemüsegärtner verbunden. Die Nachfrage ist planbar. Es wird so viel Gemüse angebaut wie auch benötigt wird. So werden insgesamt weniger Lebensmittel verschwendet.

An zwei computergesteuerten Packstraßen werden von den Mitarbeitern die Kisten für mittlerweile 4000 Kunden gepackt. Ein ausgeklügeltes Computerprogramm gibt anhand der berechneten Route die Beladung der Lieferwagen vor. Geliefert wird im Umkreis von 70 km rund um Kalkriese.

Am Ende des Rundganges, der uns auch Einblicke in die Kühlhäuser und Lagerräume gewährte, ließen wir dann unsere Blicke über die Grünkohl-Plantagen und Kürbisfelder schweifen.

Hier informierte uns Herr Preckel über den biologischen Anbau von Obst und Gemüse. Wie die Bodenstruktur verbessert werden kann oder die mechanische Unkrautbekämpfung funktioniert.

Zum Abschluss machten wir es uns auf der Terrasse gemütlich und ließen uns einige Kostproben schmecken. Hier wurden noch viele Fragen gestellt, die Herr Preckel gerne beantwortete.

Die Gemüsegärtner haben es geschafft, ein großes regionales Netzwerk an Bio-Betrieben in der Region Osnabrück aufzubauen. Damit ist es möglich der steigenden Nachfrage an nachhaltig produzierten Lebensmitteln gerecht zu werden.


Info-Fahrt des Kreisverbandes Osnabrück zum Nds. Landtag

Auf Einladung der Osnabrücker Landtagsabgeordneten Anette Meyer zu Strohen organisierte der Kreisverband der LandFrauen Osnabrück am 22.09.22 eine Informations-Fahrt zum niedersächsischen Landtag nach Hannover. Auch neun Wallenhorster LandFrauen nahmen daran teil.

Das rund zweieinhalbstündige Programm sah neben einem Einführungsfilm in die Arbeit des Parlamentes und der Vorstellung der Tagesordnungspunkte einen Aufenthalt auf der Tribüne des Plenarsaals und ein Gespräch mit Abgeordneten vor.

So ging es zunächst in den kleinen Plenarsaal, wo ein Film die Aufgaben und die Arbeit des Landtages und der Abgeordneten vorstellte und aufzeigte, wie Gesetze erarbeitet werden und welche Möglichkeiten der Einflussnahme wir Bürger haben. 

 


Es folgte ein Gespräch mit der Abgeordneten Anette Meyer zu Strohen. Die Diplom-Agraringenieurin ist seit 1991 Mitglied der CDU und gehörte von 2008 – 2013 und seit 2017 dem Niedersächsischen Landtag an und sie ist zudem Mitglied im Rat der Stadt Osnabrück. Sie wohnt mit ihrer Familie in Os.-Hellern. Diese betreibt dort einen landwirtschaftlichen Milchviehbetrieb. Ebenfalls in unserer Reisegruppe war ihre Zwillingsschwester und so entstand in lockerer Atmosphäre eine lebhafte Diskussion über aktuelle Themen wie eine mögliche Schließung von Förderschulen oder die Einführung des Schulfaches Alltagskompetenzen. 

Im Anschluss konnten wir dann endlich auf der Besuchertribüne Platz nehmen, den Abgeordneten zuhören und den neuen Plenarsaal bewundern. Er ist transparent, modern und lichtdurchflutet. Der Anspruch, ein offenes Haus der Bürgerinnen und Bürger zu sein, zeigt sich hier auch architektonisch. Beim Verlassen der Besuchertribüne begegneten wir zufällig dem uns freundlich grüßenden Ministerpräsidenten Stephan Weil.

Nach einer kurzen Mittagspause brachen wir gut gestärkt auf zu einer großen Stadtrundfahrt. Das erste Ziel war das Neue Rathaus, ein schlossähnlicher Prachtbau von 1913. Hier erklärte uns der Stadtführer anhand der Stadtmodelle, die Entwicklung Hannovers in vier Phasen: 1689, 1939, nach der Zerstörung 1945 und heute. So erfuhren wir allerlei Wissenswertes über die Stadt und ihre Geschichte. Weiter ging es mit dem Bus vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten Hannovers. Um das besondere Flair der Altstadt zu erleben, lud der Stadtführer uns zum Abschluss noch zu einem 20-minütigen Stadtspaziergang ein.

Nach einer kurzen Zeit zur freien Verfügung machten wir uns dann wieder auf den Heimweg nach Osnabrück.


Kreisfahrt der LandFrauenVorstände in Wallenhorst

Die Wallenhorster LandFrauen waren am 17.08.2022 Gastgeber der diesjährigen Halbtagesfahrt der Vorstände des Kreisverbandes Osnabrück. 10 Ortsvereine bilden den LandFrauen Kreisverband. Dazu gehören Bad Laer - Remsede, Belm, Bissendorf – Holte, Dissen – Bad Rothenfelde – Hilter, Glandorf, Glane – Bad Iburg, Hasbergen – Hagen, Schledehausen, St. Johann – Voxtrup und Wallenhorst.

Um 13 Uhr trafen wir uns bei schönstem Sommerwetter am Hotel Lingemann. Nach der Begrüßung durch unsere Vorsitzende Sabine Stenzel und Almut Detert, der Vorsitzenden des Kreisverbandes, steuerten wir unser erstes Ziel dieses Nachmittages an, die Fachhochschule für Agrarwissenschaften in Osnabrück-Haste. Herr Dr. Christoph Budke führte uns über den grünen Campus. Historische und moderne Gebäude in einer herrlichen Parkanlage mit altem Baumbestand, wunderschöne Staudengärten, die Gewächshäuser und die Apfelplantagen prägen diesen Standort der Hochschule Osnabrück. 


Hier wurde in mehrjähriger Forschung ein Apfel entwickelt, der mehr als zehnmal so viel Selen wie ein gewöhnlicher Apfel enthält. Bei regelmäßigem Verzehr soll damit die Selen-Versorgung auf natürliche Art und Weise verstärkt werden. „Das Spurenelement Selen ist für eine normale Funktion des Immunsystems und der Schilddrüse unentbehrlich“, erklärte uns Herr Budke. Diese Apfel-Neuheit entwickelte er in mehrjährigen Versuchen im Rahmen seiner Doktorarbeit. Als Basis dienen besondere Züchtungen der sehr beliebten Apfelsorte 'Elstar'. Der hohe Selengehalt in der Frucht wird durch eine Düngung der Apfelbäume mit einem selenreichen Algendünger erreicht.  Der „Selstar“ Apfel wird mittlerweile umweltschonend im Alten Land angebaut und unterliegt umfassenden Qualitätskontrollen.

Nach diesen aufschlussreichen Erläuterungen war Zeit für eine Kaffee- und Kuchenpause im Gasthaus Nieporte in Rulle.

Frisch gestärkt fuhren wir nach Lechtingen zum Hof Ebbeskotte, wo wir von der ganzen Familie Ebbeskotte und Frau Monika Thünker, der Leiterin des Lechtinger Franziskus-Kindergartens, herzlich empfangen wurden. Der bäuerliche Familienbetrieb betreibt in konventioneller Landwirtschaft Ackerbau, Schweinemast und Kälberaufzucht. Dazu kommen noch die mobilen Hühnerställe und zwei Islandponys.

2020 sind die Räumlichkeiten des alten Bauernhauses für eine Außenstelle des Franziskus-Kindergartens umgestaltet worden. In dieser „Grünen Gruppe“ werden 20 Kinder von 3 – 6 Jahren in der Zeit von 8 – 13 Uhr von zwei Fachkräften betreut. Die Kinder haben hier einen abgegrenzten Außenbereich mit Spielplatz und Gemüsegarten. Deutschlandweit gibt es lediglich 30 Bauerhofkindergärten.

„Kinder wollen die Welt mit allen Sinnen entdecken und erkunden. Ein Bauernhof bietet ein unerschöpfliches Angebot an Erfahrungs-, Lern- und Spielmöglichkeiten. Die Kinder können auf dem Hof verschiedene Tiere in artgerechter Haltung kennenlernen, erleben und begreifen,“ so Veronika Ebbeskotte, die nach dem Studium der Agrarwissenschaften noch eine Weiterbildung zur Bauernhofpädagogin abgeschlossen hat. „Dieses Projekt ist ein wichtiger Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit und Imagepflege der Landwirtschaft. Kinder sind die Verbraucher von morgen.“

Frau Thünker erläuterte ebenfalls wie wichtig es ist, Landwirtschaft, deren Bedeutung, Aufgabe und deren Abläufe auf kindgerechte Weise zu vermitteln. Im Erleben von Tieren und Natur erfahren die Kinder sich und ihre Umwelt unmittelbar, können ein Bewusstsein für die Abläufe in der Natur entwickeln und lernen Verantwortung für sich und ihr Umfeld zu übernehmen. Sie erzählte auch von den anfänglichen Schwierigkeiten des langwierigen Gründungsprozesses, den bürokratischen Hürden und den vielen Planungsabenden am langen Küchentisch der Familie Ebbeskotte.

Nach der Besichtigung der Gruppenräume und des Außengeländes machten wir uns auf den Weg zum letzten Programmpunkt dieses Nachmittages.

Die Besichtigung der Alten St. Alexander-Kirche. Zur katholischen Kirchengemeinde St. Alexander gehören zwei Kirchen. Die Alte St. Alexanderkirche im heutigen Alten Dorf war Mitte des 19. Jahrhunderts zu klein geworden. Man entschloss sich, eine neue, sehr viel größere Kirche im heutigen Ortskern zu bauen.

Karl Burmeister, der Vorsitzende vom Verein der „Freunde und Förderer der Alten Kirche zu Wallenhorst e.V.“ erwartete uns bereits und gab uns einen Einblick in die Geschichte und die einzigartige Architektur dieser Kirche.

Die Alte St. Alexander- Kirche ist eine der ältesten Kirchen des Bistums Osnabrück. Ihre Anfänge reichen zurück bis in die Karolingische Zeit. Sie steht auf einem vorchristlichen Findlingsfundament und enthält Stilelemente der großen mitteleuropäischen Stilepochen, der Romanik, der Gotik und des Barock. Auffälligstes Merkmal der Kirche ist die Henne auf der Turmspitze. „Der Sage nach hat Karl der Große diese Kirche auf einem alten Heidentempel gegründet und ihr eine Henne aufgesetzt, damit diese weitere Kirchen in der Umgebung ausbrüten möge!“ wie Herr Burmeister erklärte. Bis zum Jahre 1881 war diese Kirche die Pfarrkirche der katholischen St. Alexander-Kirchengemeinde. Zwischen 1968 und 1976 wurde die Alte Kirche umfänglich renoviert und steht heute für Gottesdienste zu besonderen Anlässen oder Konzerten zur Verfügung.

Im regen Austausch von diesen vielen Eindrücken kehrten wir anschließend ins Hotel Lingemann ein und ließen den Abend bei leckerem Essen und kühlen Getränken ausklingen.

H.W.


"Cocktail trifft Fingerfood"

Unter dieses Motto hatten wir unsere gut besuchte Cocktailparty am 29.06.22 gestellt.

Bei herrlichem Sommerwetter genossen wir einen wundervollen Abend im Garten des Duling´schen Hofes. Jeder hatte eine Kleinigkeit für unser Fingerfood-Überraschungsbuffet mitgebracht, so dass wir eine große Auswahl verschiedenster Fingerfoodsnacks genießen konnten.

Für die Zubereitung der Cocktails hatten sich Renate Bodi und Hildegard Brömlage bereit erklärt. Sie zauberten leckere Cocktails - mit oder ohne Alkohol. Danke, für euer Engagement!

 

Bei zahlreichen Gesprächen in lockerer Atmosphäre ließen wir diesen netten Abend ausklingen.



Emsflower und Enkings Mühle

Unser Tagesausflug führte uns am 08. Juni in die Emsflower-Erlebniswelt nach Emsbühren. Dort bekamen wir viele interessante Einblicke hinter die Kulissen von Europas größter Beet- und Balkonpflanzen-Gärtnerei. Über 300 Millionen Pflanzen verlassen jedes Jahr die Gewächshäuser, die mittlerweile eine Fläche von 87 ha umfassen.

1954 gründete Jan Kuipers eine kleine Gärtnerei in Holland und so begann die Erfolgsgeschichte dieses Familienunternehmens, das heute in dritter Generation von den Brüdern Tom und Bart Kuipers geleitet wird. Großes Augenmerk wird auf die Automatisierung der Produktion gelegt und auf immer wieder neue und bessere Züchtungen von Blumen und Gemüse.

Die automatisierten Produktionsabläufe durch Stecklingsroboter und Pflanzmaschinen ließen uns staunen: hierbei werden die Töpfe automatisch mit Blumenerde befüllt und Roboterarme pflanzen die Stecklinge ein. Produktionsmitarbeiter überwachen die Abläufe und bessern bei Bedarf nach. Die fertig bestückten großen Transportwagen werden anschließend automatisch auf Induktionsbahnen zu ihren Bestimmungsorten in die jeweiligen Gewächshäuser befördert.

Im Schaugewächshaus konnten wir die Schnittblumen- und Gemüseproduktion kennenlernen. Hier werden verschiedene Salatsorten nicht etwa in Erde sondern in mit Dünger angereichertem Wasser als Hydrokulturen gezogen, anderenorts wachsen Tomaten diagonal bis zu 15 m lang zur Decke hoch. Dann ging es weiter zum Schmetterlingshaus, wo über 1000 bunt-schillernde Falter umherflatterten; man konnte sogar beobachten, wie sie aus ihren Puppen schlüpfen.

Nach einem leckeren Mittagessen hatten wir Gelegenheit, durch den Tropengarten zu schlendern und Papageien, Affen, Erdmännchen und sogar Krokodile zu bestaunen. Anschließend war noch Zeit im gegenüberliegenden XXL-Gartencenter zu bummeln und auch zu shoppen.

 


Dann ging es weiter zu Enkings Mühle. Hier begrüßte uns Herr Enking und erzählte uns wissenswertes über die 1802 erbaute Windmühle. Seit damals wird hier Roggen geschrotet, aus dem Familie Enking nach uralt bewährtem Rezept ihren berühmten Pumpernickel herstellt. Nach einer kurzen Führung durch die Backstube mit allerlei Information zu den Arbeitsabläufen und der Vermarktung gab es auch Probierhäppchen mit leckerem Schwarzbrot.  Im  urigen Mühlencafé ließen wir uns abschließend die berühmte Pumpernickel-Torte schmecken.

 

Es war wieder einmal ein gelungener und informativer Ausflug.


Besichtigung der AWIGO

Am 12.5.22 besichtigten die Landfrauen die AWIGO – Abfallwirtschaft Landkreis Osnabrück am Standort Ankum. Hier begrüßten uns Frau Störmann und Herr Babbel.

Bei einem Rundgang über das drei Hektar große Areal lernten wir den Knotenpunkt für die abfallwirtschaftliche Infrastruktur im nördlichen Landkreis kennen, der einen besonderen Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und Verwertung legt.

Während der Rest-, Verpackungs- und Papiermüll in Ankum nur zwischengelagert und mit großen LKWs abtransportiert wird, konnten wir bei den Grünabfällen einen nachhaltigen Wertstoffkreislauf kennenlernen. Die Gartenabfälle werden zerkleinert und zu hochwertigem und zertifizierten Humus, Mulch oder Pflanzerde verarbeitet. Diese können dann an den Grünsammelplätzen im ganzen Landkreis erworben und wieder in den eigenen Garten eingebracht werden.

Anhand einer Powerpoint-Präsentation gab Frau Starmann uns einen Einblick in die Daten und Fakten des Unternehmens. Rund 550 Kilogramm Müll produziert jeder Einwohner im Landkreis Osnabrück pro Kopf und Jahr. Bei rund 360.000 Bürgern kommt dabei einiges zusammen, was die AWIGO fachgerecht und verlässlich zu entsorgen hat. Pro Arbeitstag werden beispielsweise 30.079 Abfallbehälter geleert und 151 Sperrmüllaufträge gefahren.

Ein großes Augenmerk legt die AWIGO auf Öffentlichkeitsarbeit und Schulungen zur richtigen Mülltrennung oder gar zur Müllvermeidung. Denn der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht und kostenintensiv und aufwändig entsorgt werden muss.

Im Anschluss an diese interessante Besichtigung, kehrten wir noch ins Sitter Landcafé in Bersenbrück ein und ließen uns zum Ausklang eines schönen, aufschlussreichen Nachmittags  Kaffee und Torte schmecken.



Maitour

Zur diesjährigen Maitour am 05. Mai 2022 trafen sich die Landfrauen in der Hofstelle Duling in  Wallenhorst. Gastgeber waren in diesem Jahr die Pyer Landfrauen.

41 Landfrauen machten sich auf den Weg, um ein paar gesellige Stunden auf der schön dekorierten Diele zu verbringen.

Zu frisch gegrillten Steaks und Würstchen hatten die Pyer Frauen ein reichhaltiges und sehr leckeres Salatbuffet zusammengestellt. Auch verschiedene Nachtisch-Varianten konnten wir uns schmecken lassen. Bei netten Gesprächen und dem obligatorischen Mailieder-Singen ließen wir den Abend ausklingen.

Bedanken möchten wir uns bei den Pyer Landfrauen für die vielen Vorbereitungen und diesen schönen Abend.



Begleitung im Trauerfall

Die Aussicht, sich nach langer Zeit endlich wieder einmal in geselliger Runde zu treffen und sich auszutauschen, spiegelte sich in einer hohen Zahl von Teilnehmerinnen wieder, die sich am Dienstag, 29.03.2022 im Gasthaus Barlag zum gemeinsamen Frühstück zusammenfanden. Auch einige neue Gäste konnten begrüßt werden.

Nach der Stärkung am - wie immer sehr leckeren und reichhaltigen - Frühstücksbuffet begrüßten wir Frau Tanja Recker vom gleichnamigen Bestattungshaus in Hollage. Sie informierte uns umfänglich über die Abläufe und Vorgehensweisen, die auf die Angehörigen bei einem Todesfall zukommen.

Verstirbt ein Angehöriger zu Hause, benachrichtigt man zunächst den Hausarzt, der den Tod feststellt und bescheinigt. Danach kann Kontakt mit einem Bestattungsinstitut aufgenommen werden. In einem Trauergespräch werden dann alle weiteren Schritte besprochen, u. a. die Überführung des Verstorbenen, die Abwicklung behördlicher Formalitäten, die Ausrichtung der Trauerfeier, die Terminabstimmung mit der Friedhofsverwaltung, ggfls. der Kirche und anderes mehr.


 Frau Recker informierte uns über die vielen verschiedenen Bestattungsformen, für die man sich entscheiden kann. Sowohl für eine Erd- als auch eine Feuerbestattung kann ein Wahlgrab, ein Wiesengrab, eine halbanonyme oder anonyme Bestattung gewählt werden, im Friedwald, auf See oder in einem Kolumbarium hingegen können nur Urnen beigesetzt werden.  Die früher übliche Form der Erdbestattung wird inzwischen immer mehr durch eine Feuerbestattung ersetzt, in den Städten liegt der Anteil bei ca. 70%.

Manch einer wünsche sich eine anonyme oder halbanonyme Bestattung, um den Hinterbliebenen die Grabpflege zu ersparen, erklärte die Bestatterin, aber mitunter fehle den Angehörigen dann ein Ort der Trauer, an dem sie Blumen ablegen oder eine Kerze anzünden können.

Frau Recker informierte uns abschießend noch über die Möglichkeit der Bestattungsvorsorge. Damit kann sowohl die Finanzierung der Beisetzung durch die Einzahlung eines Betrages auf ein Treuhandkonto gesichert werden, als auch bestimmt werden, wie die eigene Bestattung ausgerichtet werden soll. Sowohl Form und Ort der Beisetzung als auch die Gestaltung der Trauerfeier können hier festgehalten werden.  Damit könnte man seine Angehörigen in einer schweren Zeit entlasten, und ihnen eine Vielzahl von Entscheidungen abnehmen.

Aber auch ohne eine Bestattungsvorsorge ist es sinnvoll, sich zu Lebzeiten schon Gedanken darüber zu machen, wie man einmal bestattet werden möchte und dieses dann auch mit den Angehörigen zu besprechen oder es schriftlich festzuhalten. Frau Reckers Hinweis: legen Sie das Papier ins Familienstammbuch, das dem Bestatter im Sterbefall ausgehändigt werden muss; so kann es nicht übersehen werden. 


Kriminalität und Alter

Zu einem spannenden Vortrag hatten die Wallenhorster Landfrauen in die Gaststätte „Zum Alten Kloster“ in Rulle am 11.11.21 eingeladen – Thema:  „Kriminalität und Alter“.
Nach einem gemütlichen Kaffeetrinken begrüßten wir die Präventionsbeauftragte der Polizei in Bramsche, Frau Julia Westerfeld. Zu ihrem Aufgabenbereich gehören unter anderem die Kriminalprävention, der Einbruchschutz und die Verkehrsunfallprävention. Sie ist häufig zu verschiedenen Themenbereichen an Schulen im Einsatz, aber auch die Straftaten zum Nachteil älterer Menschen sind ein wichtiger Baustein ihrer Arbeit.

Laut Statistik ist die Kriminalitätsrate pro Jahr in Wallenhorst mit seinen ca. 24.000 Einwohnern seit 2006 um 40% gesunken und umfasste 2019 548 Straftaten; 2020 ist sie dann wieder leicht angestiegen und lag bei 592 Straftaten.


Senioren werden dabei vergleichsweise selten zu Tätern oder zu Opfern einer Straftat, rücken aber auf Grund des demografischen Wandels stärker in den Fokus von Prävention und Strafverfolgung. Dabei steht die Kriminalitätsfurcht älterer Menschen in keinem Verhältnis zu ihrer tatsächlichen Gefährdung. Sie schätzen die Entwicklung der Kriminalität als wesentlich dramatischer ein, als sie sich tatsächlich darstellt.
Frau Westerfeld schilderte, welchen Gefahren überwiegend ältere Menschen ausgesetzt sind, und sie gab an Hand einiger Beispiele Empfehlungen, wie man sich möglichst verhalten sollte.

Zuerst ging es um die Gefahren an der Haustür.

Die Täter versuchen sich oftmals unter einem Vorwand Eintritt in ein Haus oder eine Wohnung zu verschaffen, um an Geld oder Wertgegenstände zu gelangen. Seien Sie stets aufmerksam, wenn sich in der Nachbarschaft Fremde herumtreiben. Sichern Sie ihre Wohnungstür, lassen Sie fremde Personen nicht eintreten und zeigen Sie niemanden, wo Sie ihr Geld oder ihre Wertgegenstände aufbewahren.
Weitere Gefahr lauert durch Schock-Anrufe per Telefon.
Vom sogenannten Enkeltrick hat wohl schon jeder einmal gehört. Vermeintliche Enkel brauchen dringend Geld, weil sie in Not geraten sind. Hier konnte sogar eines unserer Mitglieder aus eigener Erfahrung berichten. Die Täter sind rhetorisch geschult und es gelingt ihnen oft, durch geschickte Fragestellungen an persönliche Informationen zu gelangen. Seien Sie kritisch, hinterfragen Sie die Sachverhalte,  lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und übergeben Sie niemals Geld- oder Wertgegenstände an fremde Personen. Sollten Sie Zweifel haben, vertrauen Sie sich Familienangehörigen oder Nachbarn an und  haben Sie keine Scheu, bei der Polizei anzurufen.
Am Telefon werden auch falsche Gewinnversprechen gemacht oder Täter geben sich als Polizeibeamte aus. Hier versicherte Frau Westerfeld, dass Polizisten niemals telefonisch die Herausgabe von Wertgegenständen fordern und weder die Polizei noch Bankangestellte telefonisch Auskunft über Ihre Bankdaten erbitten werden.
Zuletzt widmeten wir uns noch den Gefahren unterwegs. Hierzu zählen der Handtaschenraub und der Trickdiebstahl. Tragen Sie Ihre Geldbörse möglichst in verschlossenen Innentaschen der Kleidung dicht am Körper. Halten Sie Handtaschen stets gut verschlossen und tragen Sie sie nie lose über der Schulter, sondern mit dem Tragriemen quer über dem Oberkörper. Die Herren sollten ihre Geldbörse nicht in der Hosen-Gesäßtasche tragen – ein leichtes Spiel für Taschendiebe.
Über die Gefahren besonders für Senioren im Umgang mit dem Internet, bei Vollmachten und in der Pflege gäbe es noch vieles zu berichten, diese Punkte standen aber an diesem Nachmittag nicht im Fokus.


Viele Tipps und Hinweise sind in der Broschüre „Im Alter sicher leben“ nachzulesen, welche Frau Westerfeld zum Abschluss an alle verteilte. Diese Broschüre und weitere Infoblätter sind  in jeder Polizeidienststelle erhältlich und man kann sich auch auf der Internetseite www.polizei-beratung.de informieren.


„Wenn die Plastiktüte wieder auf dem Teller landet...“

Am 13.10.21 trafen sich die Wallenhorster Landfrauen im Gasthaus Barlag in Hollage zu Kaffee und Kuchen und einem anschließenden sehr interessanten und informativen Vortrag zum Thema Mikroplastik.
Zu Gast war die Ernährungsberaterin Frau Annegret Nitsch von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.
Mikroplastik, das sind feste, wasserunlösliche Kunststoffpartikel, die fünf Millimeter und kleiner sind und beim Zerfall oder Abrieb von Kunststoffen entstehen. Kunststoffe – in den meisten Fällen aus Erdöl hergestellt - sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken und gehören zum täglichen Leben. Lange Zeit galten sie als Garant für ein wachstumsorientiertes, bequemes und fortschrittliches Leben, scheinbar ohne Nachteile.


Tatsache ist jedoch, dass ein Großteil aller Kunststoffprodukte wie zum Beispiel Einwegartikel oder Verpackungsmaterialien nach kurzer Zeit bereits wieder Abfall ist.
Riesige Inseln aus Müll schwimmen auf den Weltmeeren, z. T. größer als Deutschland, zumeist eingeleitet aus den großen Flüssen. Unsere Umwelt wird zugemüllt und auch im Trinkwasser und der Luft finden sich kleinste Partikel davon.
„Jeder von uns nimmt unbemerkt Plastik in der Größenordnung einer Kreditkarte pro Woche zu sich“, erklärte die Referentin. „Was das für gesundheitliche Folgen für uns hat, ist noch völlig unklar.“ Diese Aussage schockiert, ebenso wie die Vorstellung, dass jede Plastikflasche, aus der wir getrunken oder Shampoo entnommen haben, 450 Jahre braucht, um sich zu zersetzen. Was aber nicht bedeutet, sie ist dann verschwunden ist, sondern die Plastikteilchen sind so klein (Nanoplastik) geworden, dass es optisch nicht mehr wahrgenommen wird. Die Auswirkungen auf Meerestiere und -vögel sind schon sichtbar. Als Muschel oder Fisch kann Plastik so wieder auf unserem Teller landen. In den Mägen vieler Seevögel und Meerestiere finden sich massenhaft Kunststoffe, auch bei Wildtieren zu Land kann man dies vermehrt beobachten. Die Folgen sind fatal: die Tiere verhungern mit vollem Magen.
Übrigens: ein ganz großer Anteil des Mikroplastiks weltweit entsteht durch den Reifenabrieb der unzähligen Fahrzeuge aller Art, die jeden Tag auf den Straßen unterwegs sind.
Interessant war auch die Frage, welche Tüte denn die beste ist? Da liegt ganz klar die Mehrweg-Tüte aus recyceltem Kunststoff vorne wie Frau Nitsch erklärte und die Grafik des BMU verdeutlicht (siehe Bildergalerie).
Mikroplastik ist und bleibt ein Thema, welches uns anhaltend beschäftigen wird und muss. Ein Leben ganz ohne Plastik ist sicher keine Lösung, aber jeder sollte die ökologischenr Folgen des persönlichen Konsumverhaltens überdenken und die Abfallvermeidung, richtige Mülltrennung, Recycling, Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit mehr in den Fokus rücken.


Frühstück und Mitgliederversammlung

Am 2. September 2021 konnten sich die Landfrauen nach der langen Corona-Zwangspause endlich mal wieder zu einer gemeinsamen Veranstaltung treffen. Darauf hatten viele gewartet und der Saal im Gasthaus „Zum Alten Kloster“ in Rulle war gut gefüllt. Nach der Begrüßung durch unsere Vorsitzende Sabine Stenzel stärkten wir uns erst einmal ausgiebig am reichhaltigen Frühstücksbuffet und tauschten dabei allerlei Neuigkeiten aus.
Im Anschluss fand unsere Mitgliederversammlung statt. Zuerst verlas Mechthild Otte den Kassenbericht und Christa Wilker berichtete von einigen Aktivitäten während des ersten Corona-Jahres. So konnten wir das vergangene Jahr Revue passieren lassen. Nach der einstimmigen Entlastung des Vorstandes wendeten wir uns dann aktuellen Themen zu.
Der digitale Wandel verändert unser Leben in allen Bereichen. So hat auch in unserem LandFrauenverein die digitale Umstellung stattgefunden. Die Verwaltungsarbeit kann nun einfacher und effektiver erledigt werden. Damit einhergehende Veränderungen standen zur Diskussion und wurden eingehend miteinander besprochen und geklärt.


Neu im Team der Vertrauensfrauen wurde Bärbel Hörnschemeyer aufgenommen. Sie ist für den Ortsteil Wallenhorst zuständig, der nun aufgrund auch vieler neuer Mitglieder von drei Vertrauensfrauen betreut wird. Verabschieden mussten wir uns von Anneliese Kleine, die ihren Bezirk in Rulle aus gesundheitlichen Gründen an Maria Wellmann abgibt. Da Anneliese selbst nicht anwesend war, nahm ihre Tochter einen Blumenstrauß als Dank für ihren langjährigen Einsatz in Empfang.


LandFrauenverein spendet Kindersachbücher

Zwei neue Kindersachbücher zum Thema „Landwirtschaft“ finden Bücherei-Nutzer ab sofort in den Regalen aller vier ortsansässigen Büchereien in Wallenhorst.
„Wir Kinder vom Hof - Entdeckt mit uns die Landwirtschaft“ und
„Was ackert da auf Hof und Feld? Alles über Traktoren - für Kinder leicht erklärt.“
Dieses sind Bücher des Landwirtschaftsverlags Münster und sollen Lust auf’s Vorlesen, Stöbern, Entdecken und auch Selberlesen machen.
Ziel der Landfrauen ist es, den Kindern anschaulich zu machen, wie moderne Landwirtschaft funktioniert und wie das Leben im typischen Familienbetrieb wirklich ist – frei von Klischees.
Dazu eignen sich diese Bücher mit den wirklichkeitsgetreuen, kindgerechten Erklärungen und detailreichen Illustrationen besonders gut. Zudem wird die Konzentrationsfähigkeit und Lesekompetenz der kleinen Leser gefördert.
Die offizielle Buchübergabe am 8.12.2020 erfolgte aufgrund der Corona-Einschränkungen und der damit verbundenen Schließungen der Büchereien, im kleinsten Kreis in der Hollager Bücherei. Karin Hörnschemeyer, Leiterin der KÖB St. Josef Hollage, nahm die Bücher, stellvertretend für alle Büchereien, von Sabine Stenzel und Heidrun Witte in Empfang. Ein Zusammentreffen aller Büchereileitungen und des Vorstandsteams der Landfrauen war leider nicht möglich.
Wir wünschen den kleinen und großen Lesern viel Freude mit den Büchern und hoffen, dass die Büchereien bald wieder geöffnet werden können.


Kreativabend der LandFrauen

Am Donnerstag, den 15. Oktober trafen sich einige Landfrauen zur Kreativ-Werkstatt im Pfarrheim in Wallenhorst. Meike Meyknecht hatte diesen Abend vorbereitet und alle Materialien mitgebracht. Zu basteln waren beleuchtete 3D-Bilderrahmen oder Engel, passend für die Weihnachtsdeko oder als persönliches Geschenk.

Unter der Anleitung von Frau Meyknecht waren alle Teilnehmerinnen mit Freude und Eifer dabei und die Ergebnisse konnten sich auch durchaus sehen lassen!



Programmstart der Landfrauen mit Frühstück und Vortrag

Das große Interesse am Thema „Pflegebedürftigkeit – was nun?“ oder auch nur der Wunsch sich endlich einmal wieder in geselliger Runde zu treffen, bescherte uns am 18. September ein volles Haus in der Gaststätte „Zum Alten Kloster“ in Rulle. Unsere Vorsitzende Sabine Stenzel hieß alle herzlich willkommen und berichtete kurz über einige Aktivitäten während der Corona Zeit.
Danach hatten wir Zeit zu klönen und uns – maskiert und in gebührendem Abstand - am reichhaltigen Buffet zu stärken.
Im Anschluss daran berichtete Elisabeth Postina über ihre Arbeit im Sozialmanagement des Klinikums Osnabrück. Die Diplom-Pädagogin und systemische Familienberaterin begleitet Patienten, die plötzlich pflegebedürftig werden. Eine schwere Erkrankung verändert das Leben des Erkrankten und seiner Familie oftmals grundlegend. Durch Gespräche und Beratung mildert Frau Postina die Sorgen und Ängste der Betroffenen.


Sie sorgt für einen möglichst reibungslosen Übergang vom stationären in den ambulanten Bereich, gibt notwendige Informationen strukturiert und sicher weiter und veranlasst die Schritte, die für die Versorgung nach der Krankenhausbehandlung erforderlich sind. Dafür nimmt Frau Postina auch an Teambesprechungen der Ärzte teil, um immer über den aktuellen Gesundheitszustand der Patienten informiert zu sein und um sofort weitere Hilfsmaßnahmen zu organisieren. Sie unterstützt die Patienten bei der Einleitung von Rehamaßnahmen, stellt den Eilantrag an die Pflegeversicherung und berät über deren Leistungen. Gegebenfalls kümmert sie sich auch um einen Pflegeplatz in einem Altenheim oder um Pflegedienste für die häusliche Pflege.
Wichtig dabei ist, dass die Patienten eine individuell angepasste Weiterversorgung erfahren, die deren Wünschen und deren Hilfebedarf entsprechen.

Wir danken Frau Postina für diesen aufschlussreichen Einblick in ihre Arbeit. Es ist gut zu wissen, dass man im Falle eines Falles nicht alleine dasteht, sondern auf die gute Begleitung der  Mitarbeiter des Sozialmanagements der Kliniken vertrauen kann.


Bienen - ein fleißiges Völkchen

Die Biene ist bundesweit das Verbandsabzeichen der Landfrauen.
Sie steht mit ihren Waben für ein vorbildliches und gut organisiertes Frauennetzwerk. Die Biene ist ein Symbol für Gemeinsinn, für soziales Engagement, für Einsatzfreude und Aufgeschlossenheit.
Um mehr über dieses Insekt zu erfahren, trafen sich 38 Landfrauen am 27. Februar im Gasthaus Barlag in Hollage. Nach der Begrüßung durch Monika Bergmann stärkten wir uns erst einmal am reichhaltigen Frühstücksbuffet. Anschließend begrüßten wir den Biologen und Vorsitzenden des Osnabrücker Imkervereins Dr. Ansgar Erpenbeck. Anhand einer informativen Beamer-Präsentation erläuterte der Imker uns alles Wissenswerte über die Honigbienen und deren volkswirtschaftlichen Nutzen. Denn in der Rangfolge der wichtigsten Nutztiere weltweit steht die Honigbiene nach Rind und Schwein und noch vor dem Geflügel an dritter Stelle. Die UN schätzte den Gesamtwert der Bestäubung auf über 150 Milliarden €.


Fast 80 Prozent aller Nutz- und Wildpflanzen werden von der Westlichen Honigbiene bestäubt, die restlichen 20 Prozent von Wildbienen, Schmetterlingen und Hummeln. Faszinierend an diesen einzigartigen Insekten ist nicht so sehr das Verhalten der einzelnen Biene, sondern die Zusammenarbeit aller Bienen als Gruppe. Zur Blütezeit im Frühjahr wächst das Bienenvolk auf 50 000 und mehr Individuen an. Jedes Volk produziert im Schnitt pro Jahr 20 bis 30 kg Honig. Für 500 g Honig fliegt eine Biene ca. 75.000 bis 120.000 km, also 2 bis 3 mal um die Erde.
Leider nimmt der Bestand der Bienen und Insekten immer weiter ab. Ein entscheidender Grund für das dramatische Insektensterben in Deutschland ist die ständige Intensivierung der Landwirtschaft. Falls Insekten nicht direkt durch Insektizide sterben, fehlen ihnen Lebensraum und Nahrungsgrundlagen. Diese Situation muss dringend verbessert werden, jeder kann etwas dazu beitragen. Viele Landwirte legen mittlerweile Blühstreifen an und Gartenbesitzer schaffen Nistplätze und pflanzen einheimische, bienenfreundliche Blumen und Sträucher an. Imker haben die Aufgabe, den Erhalt der Bienen zu sichern. Nachwuchssorgen gibt es im Osnabrücker Imkerverein nicht. Imkern liegt im Trend, so dass die Zahl der Hobbyimker in den letzten Jahren stetig steigt. Ein halbes Jahr dauert die Grundschulung, die am Lernstandort Waldhof in Lechtingen stattfindet. 55 Teilnehmer sind in diesem Jahr dabei, so Erpenbeck. Für die Natur kann das nur gut sein, denn die Honigbiene – und auch die Wildbiene – braucht Unterstützung.


Besichtigung der Fleischerei Sostmann

Im Februar besichtigten 50 Landfrauen die Feinkost-Fleischerei Sostmann in Bramsche.
Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl von max. 18 Personen, mussten wir drei Termine ansetzen, um allen interessierten Frauen die Teilnahme an einer Betriebsführung zu ermöglichen.
Der Seniorchef Jürgen Sostmann begrüßte uns jeweils am betriebseigenen Schlachthaus an der Hemker Straße. Hier mussten wir uns entsprechend der Hygienevorschriften erst einmal mit Einwegkitteln und Haarnetzen einkleiden, denn auf Sauberkeit und Hygiene wird im ganzen Betrieb sehr großen Wert gelegt. Da nur an zwei Tagen die Woche geschlachtet wird, konnten wir in den leeren Räumlichkeiten den Weg des Schweines von der Ankunft am Schlachthaus bis zur Schlachtung und darüber hinaus verfolgen.


Der Schlachtvorgang erfüllt die Tierschutzrichtlinien in optimaler Weise und übersteigt die gesetzlichen Vorgaben in vielen Bereichen. Um den Transportweg der Schweine möglichst kurz zu halten, werden auch nur Schweine von ausgesuchten Bauernhöfen aus der Umgebung verarbeitet. „Aus der Region für die Region“ heißt das Motto der Fleischerei. So kommen auch alle weiteren verwendeten Gewürze und Zutaten ebenfalls von Lieferanten aus der Region. Nach der Schlachtung werden die Schweinehälften zur Zerlegung ins Haupthaus an der Münsterstraße transportiert. Hier ging auch unsere Führung mit Herrn Sostmann weiter, nachdem wir weitere Hygienemaßnahmen befolgt und die Zugangsschleuse passiert hatten. Er erläuterte uns die einzelnen Schritte der Fleischzerlegung und -verarbeitung. Sein ganzer Stolz ist der große Wurstkutter, in dem das Fleisch zerkleinert, gemixt und sogar gekocht werden kann. Die fertige Wurst muss nur noch in Därme oder Gläser abgefüllt werden. Eine weitere Besonderheit ist der Reibrauchofen, der ein schonendes und kontrollierbares Buchenraucharoma erzeugt. Neben den hochwertigen Wurstspezialitäten und dem Frischfleisch, werden auch täglich Eintöpfe und Suppen hergestellt und in die zahlreichen Filialen geliefert.
Nach dieser sehr informativen Führung durch Schlachthaus und Produktion gab es abschließend noch einen Imbiss in der sogenannten „Schweinebörse“, ein Tagungsraum, der mit allerhand Schweine-Deko, Auszeichnungen, Urkunden und Fotos ausgeschmückt ist. Hier beantwortete Herr Sostmann auch all unsere Fragen zu dem seit über 180 Jahren bestehenden und in der 6. Generation geführten Familienbetriebes, der mittlerweile weit über die Grenzen des Osnabrücker Landes hinaus bekannt ist.