Besichtigung der AWIGO

Am 12.5.22 besichtigten die Landfrauen die AWIGO – Abfallwirtschaft Landkreis Osnabrück am Standort Ankum. Hier begrüßten uns Frau Störmann und Herr Babbel.

Bei einem Rundgang über das drei Hektar große Areal lernten wir den Knotenpunkt für die abfallwirtschaftliche Infrastruktur im nördlichen Landkreis kennen, der einen besonderen Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und Verwertung legt.

Während der Rest-, Verpackungs- und Papiermüll in Ankum nur zwischengelagert und mit großen LKWs abtransportiert wird, konnten wir bei den Grünabfällen einen nachhaltigen Wertstoffkreislauf kennenlernen. Die Gartenabfälle werden zerkleinert und zu hochwertigem und zertifizierten Humus, Mulch oder Pflanzerde verarbeitet. Diese können dann an den Grünsammelplätzen im ganzen Landkreis erworben und wieder in den eigenen Garten eingebracht werden.

Anhand einer Powerpoint-Präsentation gab Frau Starmann uns einen Einblick in die Daten und Fakten des Unternehmens. Rund 550 Kilogramm Müll produziert jeder Einwohner im Landkreis Osnabrück pro Kopf und Jahr. Bei rund 360.000 Bürgern kommt dabei einiges zusammen, was die AWIGO fachgerecht und verlässlich zu entsorgen hat. Pro Arbeitstag werden beispielsweise 30.079 Abfallbehälter geleert und 151 Sperrmüllaufträge gefahren.

Ein großes Augenmerk legt die AWIGO auf Öffentlichkeitsarbeit und Schulungen zur richtigen Mülltrennung oder gar zur Müllvermeidung. Denn der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht und kostenintensiv und aufwändig entsorgt werden muss.

Im Anschluss an diese interessante Besichtigung, kehrten wir noch ins Sitter Landcafé in Bersenbrück ein und ließen uns zum Ausklang eines schönen, aufschlussreichen Nachmittags  Kaffee und Torte schmecken.



Maitour

Zur diesjährigen Maitour am 05. Mai 2022 trafen sich die Landfrauen in der Hofstelle Duling in  Wallenhorst. Gastgeber waren in diesem Jahr die Pyer Landfrauen.

41 Landfrauen machten sich auf den Weg, um ein paar gesellige Stunden auf der schön dekorierten Diele zu verbringen.

Zu frisch gegrillten Steaks und Würstchen hatten die Pyer Frauen ein reichhaltiges und sehr leckeres Salatbuffet zusammengestellt. Auch verschiedene Nachtisch-Varianten konnten wir uns schmecken lassen. Bei netten Gesprächen und dem obligatorischen Mailieder-Singen ließen wir den Abend ausklingen.

Bedanken möchten wir uns bei den Pyer Landfrauen für die vielen Vorbereitungen und diesen schönen Abend.



Begleitung im Trauerfall

Die Aussicht, sich nach langer Zeit endlich wieder einmal in geselliger Runde zu treffen und sich auszutauschen, spiegelte sich in einer hohen Zahl von Teilnehmerinnen wieder, die sich am Dienstag, 29.03.2022 im Gasthaus Barlag zum gemeinsamen Frühstück zusammenfanden. Auch einige neue Gäste konnten begrüßt werden.

Nach der Stärkung am - wie immer sehr leckeren und reichhaltigen - Frühstücksbuffet begrüßten wir Frau Tanja Recker vom gleichnamigen Bestattungshaus in Hollage. Sie informierte uns umfänglich über die Abläufe und Vorgehensweisen, die auf die Angehörigen bei einem Todesfall zukommen.

Verstirbt ein Angehöriger zu Hause, benachrichtigt man zunächst den Hausarzt, der den Tod feststellt und bescheinigt. Danach kann Kontakt mit einem Bestattungsinstitut aufgenommen werden. In einem Trauergespräch werden dann alle weiteren Schritte besprochen, u. a. die Überführung des Verstorbenen, die Abwicklung behördlicher Formalitäten, die Ausrichtung der Trauerfeier, die Terminabstimmung mit der Friedhofsverwaltung, ggfls. der Kirche und anderes mehr.


 Frau Recker informierte uns über die vielen verschiedenen Bestattungsformen, für die man sich entscheiden kann. Sowohl für eine Erd- als auch eine Feuerbestattung kann ein Wahlgrab, ein Wiesengrab, eine halbanonyme oder anonyme Bestattung gewählt werden, im Friedwald, auf See oder in einem Kolumbarium hingegen können nur Urnen beigesetzt werden.  Die früher übliche Form der Erdbestattung wird inzwischen immer mehr durch eine Feuerbestattung ersetzt, in den Städten liegt der Anteil bei ca. 70%.

Manch einer wünsche sich eine anonyme oder halbanonyme Bestattung, um den Hinterbliebenen die Grabpflege zu ersparen, erklärte die Bestatterin, aber mitunter fehle den Angehörigen dann ein Ort der Trauer, an dem sie Blumen ablegen oder eine Kerze anzünden können.

Frau Recker informierte uns abschießend noch über die Möglichkeit der Bestattungsvorsorge. Damit kann sowohl die Finanzierung der Beisetzung durch die Einzahlung eines Betrages auf ein Treuhandkonto gesichert werden, als auch bestimmt werden, wie die eigene Bestattung ausgerichtet werden soll. Sowohl Form und Ort der Beisetzung als auch die Gestaltung der Trauerfeier können hier festgehalten werden.  Damit könnte man seine Angehörigen in einer schweren Zeit entlasten, und ihnen eine Vielzahl von Entscheidungen abnehmen.

Aber auch ohne eine Bestattungsvorsorge ist es sinnvoll, sich zu Lebzeiten schon Gedanken darüber zu machen, wie man einmal bestattet werden möchte und dieses dann auch mit den Angehörigen zu besprechen oder es schriftlich festzuhalten. Frau Reckers Hinweis: legen Sie das Papier ins Familienstammbuch, das dem Bestatter im Sterbefall ausgehändigt werden muss; so kann es nicht übersehen werden. 


Kriminalität und Alter

Zu einem spannenden Vortrag hatten die Wallenhorster Landfrauen in die Gaststätte „Zum Alten Kloster“ in Rulle am 11.11.21 eingeladen – Thema:  „Kriminalität und Alter“.
Nach einem gemütlichen Kaffeetrinken begrüßten wir die Präventionsbeauftragte der Polizei in Bramsche, Frau Julia Westerfeld. Zu ihrem Aufgabenbereich gehören unter anderem die Kriminalprävention, der Einbruchschutz und die Verkehrsunfallprävention. Sie ist häufig zu verschiedenen Themenbereichen an Schulen im Einsatz, aber auch die Straftaten zum Nachteil älterer Menschen sind ein wichtiger Baustein ihrer Arbeit.

Laut Statistik ist die Kriminalitätsrate pro Jahr in Wallenhorst mit seinen ca. 24.000 Einwohnern seit 2006 um 40% gesunken und umfasste 2019 548 Straftaten; 2020 ist sie dann wieder leicht angestiegen und lag bei 592 Straftaten.


Senioren werden dabei vergleichsweise selten zu Tätern oder zu Opfern einer Straftat, rücken aber auf Grund des demografischen Wandels stärker in den Fokus von Prävention und Strafverfolgung. Dabei steht die Kriminalitätsfurcht älterer Menschen in keinem Verhältnis zu ihrer tatsächlichen Gefährdung. Sie schätzen die Entwicklung der Kriminalität als wesentlich dramatischer ein, als sie sich tatsächlich darstellt.
Frau Westerfeld schilderte, welchen Gefahren überwiegend ältere Menschen ausgesetzt sind, und sie gab an Hand einiger Beispiele Empfehlungen, wie man sich möglichst verhalten sollte.

Zuerst ging es um die Gefahren an der Haustür.

Die Täter versuchen sich oftmals unter einem Vorwand Eintritt in ein Haus oder eine Wohnung zu verschaffen, um an Geld oder Wertgegenstände zu gelangen. Seien Sie stets aufmerksam, wenn sich in der Nachbarschaft Fremde herumtreiben. Sichern Sie ihre Wohnungstür, lassen Sie fremde Personen nicht eintreten und zeigen Sie niemanden, wo Sie ihr Geld oder ihre Wertgegenstände aufbewahren.
Weitere Gefahr lauert durch Schock-Anrufe per Telefon.
Vom sogenannten Enkeltrick hat wohl schon jeder einmal gehört. Vermeintliche Enkel brauchen dringend Geld, weil sie in Not geraten sind. Hier konnte sogar eines unserer Mitglieder aus eigener Erfahrung berichten. Die Täter sind rhetorisch geschult und es gelingt ihnen oft, durch geschickte Fragestellungen an persönliche Informationen zu gelangen. Seien Sie kritisch, hinterfragen Sie die Sachverhalte,  lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und übergeben Sie niemals Geld- oder Wertgegenstände an fremde Personen. Sollten Sie Zweifel haben, vertrauen Sie sich Familienangehörigen oder Nachbarn an und  haben Sie keine Scheu, bei der Polizei anzurufen.
Am Telefon werden auch falsche Gewinnversprechen gemacht oder Täter geben sich als Polizeibeamte aus. Hier versicherte Frau Westerfeld, dass Polizisten niemals telefonisch die Herausgabe von Wertgegenständen fordern und weder die Polizei noch Bankangestellte telefonisch Auskunft über Ihre Bankdaten erbitten werden.
Zuletzt widmeten wir uns noch den Gefahren unterwegs. Hierzu zählen der Handtaschenraub und der Trickdiebstahl. Tragen Sie Ihre Geldbörse möglichst in verschlossenen Innentaschen der Kleidung dicht am Körper. Halten Sie Handtaschen stets gut verschlossen und tragen Sie sie nie lose über der Schulter, sondern mit dem Tragriemen quer über dem Oberkörper. Die Herren sollten ihre Geldbörse nicht in der Hosen-Gesäßtasche tragen – ein leichtes Spiel für Taschendiebe.
Über die Gefahren besonders für Senioren im Umgang mit dem Internet, bei Vollmachten und in der Pflege gäbe es noch vieles zu berichten, diese Punkte standen aber an diesem Nachmittag nicht im Fokus.


Viele Tipps und Hinweise sind in der Broschüre „Im Alter sicher leben“ nachzulesen, welche Frau Westerfeld zum Abschluss an alle verteilte. Diese Broschüre und weitere Infoblätter sind  in jeder Polizeidienststelle erhältlich und man kann sich auch auf der Internetseite www.polizei-beratung.de informieren.


„Wenn die Plastiktüte wieder auf dem Teller landet...“

Am 13.10.21 trafen sich die Wallenhorster Landfrauen im Gasthaus Barlag in Hollage zu Kaffee und Kuchen und einem anschließenden sehr interessanten und informativen Vortrag zum Thema Mikroplastik.
Zu Gast war die Ernährungsberaterin Frau Annegret Nitsch von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.
Mikroplastik, das sind feste, wasserunlösliche Kunststoffpartikel, die fünf Millimeter und kleiner sind und beim Zerfall oder Abrieb von Kunststoffen entstehen. Kunststoffe – in den meisten Fällen aus Erdöl hergestellt - sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken und gehören zum täglichen Leben. Lange Zeit galten sie als Garant für ein wachstumsorientiertes, bequemes und fortschrittliches Leben, scheinbar ohne Nachteile.


Tatsache ist jedoch, dass ein Großteil aller Kunststoffprodukte wie zum Beispiel Einwegartikel oder Verpackungsmaterialien nach kurzer Zeit bereits wieder Abfall ist.
Riesige Inseln aus Müll schwimmen auf den Weltmeeren, z. T. größer als Deutschland, zumeist eingeleitet aus den großen Flüssen. Unsere Umwelt wird zugemüllt und auch im Trinkwasser und der Luft finden sich kleinste Partikel davon.
„Jeder von uns nimmt unbemerkt Plastik in der Größenordnung einer Kreditkarte pro Woche zu sich“, erklärte die Referentin. „Was das für gesundheitliche Folgen für uns hat, ist noch völlig unklar.“ Diese Aussage schockiert, ebenso wie die Vorstellung, dass jede Plastikflasche, aus der wir getrunken oder Shampoo entnommen haben, 450 Jahre braucht, um sich zu zersetzen. Was aber nicht bedeutet, sie ist dann verschwunden ist, sondern die Plastikteilchen sind so klein (Nanoplastik) geworden, dass es optisch nicht mehr wahrgenommen wird. Die Auswirkungen auf Meerestiere und -vögel sind schon sichtbar. Als Muschel oder Fisch kann Plastik so wieder auf unserem Teller landen. In den Mägen vieler Seevögel und Meerestiere finden sich massenhaft Kunststoffe, auch bei Wildtieren zu Land kann man dies vermehrt beobachten. Die Folgen sind fatal: die Tiere verhungern mit vollem Magen.
Übrigens: ein ganz großer Anteil des Mikroplastiks weltweit entsteht durch den Reifenabrieb der unzähligen Fahrzeuge aller Art, die jeden Tag auf den Straßen unterwegs sind.
Interessant war auch die Frage, welche Tüte denn die beste ist? Da liegt ganz klar die Mehrweg-Tüte aus recyceltem Kunststoff vorne wie Frau Nitsch erklärte und die Grafik des BMU verdeutlicht (siehe Bildergalerie).
Mikroplastik ist und bleibt ein Thema, welches uns anhaltend beschäftigen wird und muss. Ein Leben ganz ohne Plastik ist sicher keine Lösung, aber jeder sollte die ökologischenr Folgen des persönlichen Konsumverhaltens überdenken und die Abfallvermeidung, richtige Mülltrennung, Recycling, Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit mehr in den Fokus rücken.


Frühstück und Mitgliederversammlung

Am 2. September 2021 konnten sich die Landfrauen nach der langen Corona-Zwangspause endlich mal wieder zu einer gemeinsamen Veranstaltung treffen. Darauf hatten viele gewartet und der Saal im Gasthaus „Zum Alten Kloster“ in Rulle war gut gefüllt. Nach der Begrüßung durch unsere Vorsitzende Sabine Stenzel stärkten wir uns erst einmal ausgiebig am reichhaltigen Frühstücksbuffet und tauschten dabei allerlei Neuigkeiten aus.
Im Anschluss fand unsere Mitgliederversammlung statt. Zuerst verlas Mechthild Otte den Kassenbericht und Christa Wilker berichtete von einigen Aktivitäten während des ersten Corona-Jahres. So konnten wir das vergangene Jahr Revue passieren lassen. Nach der einstimmigen Entlastung des Vorstandes wendeten wir uns dann aktuellen Themen zu.
Der digitale Wandel verändert unser Leben in allen Bereichen. So hat auch in unserem LandFrauenverein die digitale Umstellung stattgefunden. Die Verwaltungsarbeit kann nun einfacher und effektiver erledigt werden. Damit einhergehende Veränderungen standen zur Diskussion und wurden eingehend miteinander besprochen und geklärt.


Neu im Team der Vertrauensfrauen wurde Bärbel Hörnschemeyer aufgenommen. Sie ist für den Ortsteil Wallenhorst zuständig, der nun aufgrund auch vieler neuer Mitglieder von drei Vertrauensfrauen betreut wird. Verabschieden mussten wir uns von Anneliese Kleine, die ihren Bezirk in Rulle aus gesundheitlichen Gründen an Maria Wellmann abgibt. Da Anneliese selbst nicht anwesend war, nahm ihre Tochter einen Blumenstrauß als Dank für ihren langjährigen Einsatz in Empfang.


LandFrauenverein spendet Kindersachbücher

Zwei neue Kindersachbücher zum Thema „Landwirtschaft“ finden Bücherei-Nutzer ab sofort in den Regalen aller vier ortsansässigen Büchereien in Wallenhorst.
„Wir Kinder vom Hof - Entdeckt mit uns die Landwirtschaft“ und
„Was ackert da auf Hof und Feld? Alles über Traktoren - für Kinder leicht erklärt.“
Dieses sind Bücher des Landwirtschaftsverlags Münster und sollen Lust auf’s Vorlesen, Stöbern, Entdecken und auch Selberlesen machen.
Ziel der Landfrauen ist es, den Kindern anschaulich zu machen, wie moderne Landwirtschaft funktioniert und wie das Leben im typischen Familienbetrieb wirklich ist – frei von Klischees.
Dazu eignen sich diese Bücher mit den wirklichkeitsgetreuen, kindgerechten Erklärungen und detailreichen Illustrationen besonders gut. Zudem wird die Konzentrationsfähigkeit und Lesekompetenz der kleinen Leser gefördert.
Die offizielle Buchübergabe am 8.12.2020 erfolgte aufgrund der Corona-Einschränkungen und der damit verbundenen Schließungen der Büchereien, im kleinsten Kreis in der Hollager Bücherei. Karin Hörnschemeyer, Leiterin der KÖB St. Josef Hollage, nahm die Bücher, stellvertretend für alle Büchereien, von Sabine Stenzel und Heidrun Witte in Empfang. Ein Zusammentreffen aller Büchereileitungen und des Vorstandsteams der Landfrauen war leider nicht möglich.
Wir wünschen den kleinen und großen Lesern viel Freude mit den Büchern und hoffen, dass die Büchereien bald wieder geöffnet werden können.


Kreativabend der LandFrauen

Am Donnerstag, den 15. Oktober trafen sich einige Landfrauen zur Kreativ-Werkstatt im Pfarrheim in Wallenhorst. Meike Meyknecht hatte diesen Abend vorbereitet und alle Materialien mitgebracht. Zu basteln waren beleuchtete 3D-Bilderrahmen oder Engel, passend für die Weihnachtsdeko oder als persönliches Geschenk.

Unter der Anleitung von Frau Meyknecht waren alle Teilnehmerinnen mit Freude und Eifer dabei und die Ergebnisse konnten sich auch durchaus sehen lassen!



Programmstart der Landfrauen mit Frühstück und Vortrag

Das große Interesse am Thema „Pflegebedürftigkeit – was nun?“ oder auch nur der Wunsch sich endlich einmal wieder in geselliger Runde zu treffen, bescherte uns am 18. September ein volles Haus in der Gaststätte „Zum Alten Kloster“ in Rulle. Unsere Vorsitzende Sabine Stenzel hieß alle herzlich willkommen und berichtete kurz über einige Aktivitäten während der Corona Zeit.
Danach hatten wir Zeit zu klönen und uns – maskiert und in gebührendem Abstand - am reichhaltigen Buffet zu stärken.
Im Anschluss daran berichtete Elisabeth Postina über ihre Arbeit im Sozialmanagement des Klinikums Osnabrück. Die Diplom-Pädagogin und systemische Familienberaterin begleitet Patienten, die plötzlich pflegebedürftig werden. Eine schwere Erkrankung verändert das Leben des Erkrankten und seiner Familie oftmals grundlegend. Durch Gespräche und Beratung mildert Frau Postina die Sorgen und Ängste der Betroffenen.


Sie sorgt für einen möglichst reibungslosen Übergang vom stationären in den ambulanten Bereich, gibt notwendige Informationen strukturiert und sicher weiter und veranlasst die Schritte, die für die Versorgung nach der Krankenhausbehandlung erforderlich sind. Dafür nimmt Frau Postina auch an Teambesprechungen der Ärzte teil, um immer über den aktuellen Gesundheitszustand der Patienten informiert zu sein und um sofort weitere Hilfsmaßnahmen zu organisieren. Sie unterstützt die Patienten bei der Einleitung von Rehamaßnahmen, stellt den Eilantrag an die Pflegeversicherung und berät über deren Leistungen. Gegebenfalls kümmert sie sich auch um einen Pflegeplatz in einem Altenheim oder um Pflegedienste für die häusliche Pflege.
Wichtig dabei ist, dass die Patienten eine individuell angepasste Weiterversorgung erfahren, die deren Wünschen und deren Hilfebedarf entsprechen.

Wir danken Frau Postina für diesen aufschlussreichen Einblick in ihre Arbeit. Es ist gut zu wissen, dass man im Falle eines Falles nicht alleine dasteht, sondern auf die gute Begleitung der  Mitarbeiter des Sozialmanagements der Kliniken vertrauen kann.


Bienen - ein fleißiges Völkchen

Die Biene ist bundesweit das Verbandsabzeichen der Landfrauen.
Sie steht mit ihren Waben für ein vorbildliches und gut organisiertes Frauennetzwerk. Die Biene ist ein Symbol für Gemeinsinn, für soziales Engagement, für Einsatzfreude und Aufgeschlossenheit.
Um mehr über dieses Insekt zu erfahren, trafen sich 38 Landfrauen am 27. Februar im Gasthaus Barlag in Hollage. Nach der Begrüßung durch Monika Bergmann stärkten wir uns erst einmal am reichhaltigen Frühstücksbuffet. Anschließend begrüßten wir den Biologen und Vorsitzenden des Osnabrücker Imkervereins Dr. Ansgar Erpenbeck. Anhand einer informativen Beamer-Präsentation erläuterte der Imker uns alles Wissenswerte über die Honigbienen und deren volkswirtschaftlichen Nutzen. Denn in der Rangfolge der wichtigsten Nutztiere weltweit steht die Honigbiene nach Rind und Schwein und noch vor dem Geflügel an dritter Stelle. Die UN schätzte den Gesamtwert der Bestäubung auf über 150 Milliarden €.


Fast 80 Prozent aller Nutz- und Wildpflanzen werden von der Westlichen Honigbiene bestäubt, die restlichen 20 Prozent von Wildbienen, Schmetterlingen und Hummeln. Faszinierend an diesen einzigartigen Insekten ist nicht so sehr das Verhalten der einzelnen Biene, sondern die Zusammenarbeit aller Bienen als Gruppe. Zur Blütezeit im Frühjahr wächst das Bienenvolk auf 50 000 und mehr Individuen an. Jedes Volk produziert im Schnitt pro Jahr 20 bis 30 kg Honig. Für 500 g Honig fliegt eine Biene ca. 75.000 bis 120.000 km, also 2 bis 3 mal um die Erde.
Leider nimmt der Bestand der Bienen und Insekten immer weiter ab. Ein entscheidender Grund für das dramatische Insektensterben in Deutschland ist die ständige Intensivierung der Landwirtschaft. Falls Insekten nicht direkt durch Insektizide sterben, fehlen ihnen Lebensraum und Nahrungsgrundlagen. Diese Situation muss dringend verbessert werden, jeder kann etwas dazu beitragen. Viele Landwirte legen mittlerweile Blühstreifen an und Gartenbesitzer schaffen Nistplätze und pflanzen einheimische, bienenfreundliche Blumen und Sträucher an. Imker haben die Aufgabe, den Erhalt der Bienen zu sichern. Nachwuchssorgen gibt es im Osnabrücker Imkerverein nicht. Imkern liegt im Trend, so dass die Zahl der Hobbyimker in den letzten Jahren stetig steigt. Ein halbes Jahr dauert die Grundschulung, die am Lernstandort Waldhof in Lechtingen stattfindet. 55 Teilnehmer sind in diesem Jahr dabei, so Erpenbeck. Für die Natur kann das nur gut sein, denn die Honigbiene – und auch die Wildbiene – braucht Unterstützung.


Besichtigung der Fleischerei Sostmann

Im Februar besichtigten 50 Landfrauen die Feinkost-Fleischerei Sostmann in Bramsche.
Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl von max. 18 Personen, mussten wir drei Termine ansetzen, um allen interessierten Frauen die Teilnahme an einer Betriebsführung zu ermöglichen.
Der Seniorchef Jürgen Sostmann begrüßte uns jeweils am betriebseigenen Schlachthaus an der Hemker Straße. Hier mussten wir uns entsprechend der Hygienevorschriften erst einmal mit Einwegkitteln und Haarnetzen einkleiden, denn auf Sauberkeit und Hygiene wird im ganzen Betrieb sehr großen Wert gelegt. Da nur an zwei Tagen die Woche geschlachtet wird, konnten wir in den leeren Räumlichkeiten den Weg des Schweines von der Ankunft am Schlachthaus bis zur Schlachtung und darüber hinaus verfolgen.


Der Schlachtvorgang erfüllt die Tierschutzrichtlinien in optimaler Weise und übersteigt die gesetzlichen Vorgaben in vielen Bereichen. Um den Transportweg der Schweine möglichst kurz zu halten, werden auch nur Schweine von ausgesuchten Bauernhöfen aus der Umgebung verarbeitet. „Aus der Region für die Region“ heißt das Motto der Fleischerei. So kommen auch alle weiteren verwendeten Gewürze und Zutaten ebenfalls von Lieferanten aus der Region. Nach der Schlachtung werden die Schweinehälften zur Zerlegung ins Haupthaus an der Münsterstraße transportiert. Hier ging auch unsere Führung mit Herrn Sostmann weiter, nachdem wir weitere Hygienemaßnahmen befolgt und die Zugangsschleuse passiert hatten. Er erläuterte uns die einzelnen Schritte der Fleischzerlegung und -verarbeitung. Sein ganzer Stolz ist der große Wurstkutter, in dem das Fleisch zerkleinert, gemixt und sogar gekocht werden kann. Die fertige Wurst muss nur noch in Därme oder Gläser abgefüllt werden. Eine weitere Besonderheit ist der Reibrauchofen, der ein schonendes und kontrollierbares Buchenraucharoma erzeugt. Neben den hochwertigen Wurstspezialitäten und dem Frischfleisch, werden auch täglich Eintöpfe und Suppen hergestellt und in die zahlreichen Filialen geliefert.
Nach dieser sehr informativen Führung durch Schlachthaus und Produktion gab es abschließend noch einen Imbiss in der sogenannten „Schweinebörse“, ein Tagungsraum, der mit allerhand Schweine-Deko, Auszeichnungen, Urkunden und Fotos ausgeschmückt ist. Hier beantwortete Herr Sostmann auch all unsere Fragen zu dem seit über 180 Jahren bestehenden und in der 6. Generation geführten Familienbetriebes, der mittlerweile weit über die Grenzen des Osnabrücker Landes hinaus bekannt ist.