Frühstück und Mitgliederversammlung

Am 2. September 2021 konnten sich die Landfrauen nach der langen Corona-Zwangspause endlich mal wieder zu einer gemeinsamen Veranstaltung treffen. Darauf hatten viele gewartet und der Saal im Gasthaus „Zum Alten Kloster“ in Rulle war gut gefüllt. Nach der Begrüßung durch unsere Vorsitzende Sabine Stenzel stärkten wir uns erst einmal ausgiebig am reichhaltigen Frühstücksbuffet und tauschten dabei allerlei Neuigkeiten aus.
Im Anschluss fand unsere Mitgliederversammlung statt. Zuerst verlas Mechthild Otte den Kassenbericht und Christa Wilker berichtete von einigen Aktivitäten während des ersten Corona-Jahres. So konnten wir das vergangene Jahr Revue passieren lassen. Nach der einstimmigen Entlastung des Vorstandes wendeten wir uns dann aktuellen Themen zu.
Der digitale Wandel verändert unser Leben in allen Bereichen. So hat auch in unserem LandFrauenverein die digitale Umstellung stattgefunden. Die Verwaltungsarbeit kann nun einfacher und effektiver erledigt werden. Damit einhergehende Veränderungen standen zur Diskussion und wurden eingehend miteinander besprochen und geklärt.


Neu im Team der Vertrauensfrauen wurde Bärbel Hörnschemeyer aufgenommen. Sie ist für den Ortsteil Wallenhorst zuständig, der nun aufgrund auch vieler neuer Mitglieder von drei Vertrauensfrauen betreut wird. Verabschieden mussten wir uns von Anneliese Kleine, die ihren Bezirk in Rulle aus gesundheitlichen Gründen an Maria Wellmann abgibt. Da Anneliese selbst nicht anwesend war, nahm ihre Tochter einen Blumenstrauß als Dank für ihren langjährigen Einsatz in Empfang.


LandFrauenverein spendet Kindersachbücher

Zwei neue Kindersachbücher zum Thema „Landwirtschaft“ finden Bücherei-Nutzer ab sofort in den Regalen aller vier ortsansässigen Büchereien in Wallenhorst.
„Wir Kinder vom Hof - Entdeckt mit uns die Landwirtschaft“ und
„Was ackert da auf Hof und Feld? Alles über Traktoren - für Kinder leicht erklärt.“
Dieses sind Bücher des Landwirtschaftsverlags Münster und sollen Lust auf’s Vorlesen, Stöbern, Entdecken und auch Selberlesen machen.
Ziel der Landfrauen ist es, den Kindern anschaulich zu machen, wie moderne Landwirtschaft funktioniert und wie das Leben im typischen Familienbetrieb wirklich ist – frei von Klischees.
Dazu eignen sich diese Bücher mit den wirklichkeitsgetreuen, kindgerechten Erklärungen und detailreichen Illustrationen besonders gut. Zudem wird die Konzentrationsfähigkeit und Lesekompetenz der kleinen Leser gefördert.
Die offizielle Buchübergabe am 8.12.2020 erfolgte aufgrund der Corona-Einschränkungen und der damit verbundenen Schließungen der Büchereien, im kleinsten Kreis in der Hollager Bücherei. Karin Hörnschemeyer, Leiterin der KÖB St. Josef Hollage, nahm die Bücher, stellvertretend für alle Büchereien, von Sabine Stenzel und Heidrun Witte in Empfang. Ein Zusammentreffen aller Büchereileitungen und des Vorstandsteams der Landfrauen war leider nicht möglich.
Wir wünschen den kleinen und großen Lesern viel Freude mit den Büchern und hoffen, dass die Büchereien bald wieder geöffnet werden können.


Kreativabend der LandFrauen

Am Donnerstag, den 15. Oktober trafen sich einige Landfrauen zur Kreativ-Werkstatt im Pfarrheim in Wallenhorst. Meike Meyknecht hatte diesen Abend vorbereitet und alle Materialien mitgebracht. Zu basteln waren beleuchtete 3D-Bilderrahmen oder Engel, passend für die Weihnachtsdeko oder als persönliches Geschenk.

Unter der Anleitung von Frau Meyknecht waren alle Teilnehmerinnen mit Freude und Eifer dabei und die Ergebnisse konnten sich auch durchaus sehen lassen!



Programmstart der Landfrauen mit Frühstück und Vortrag

Das große Interesse am Thema „Pflegebedürftigkeit – was nun?“ oder auch nur der Wunsch sich endlich einmal wieder in geselliger Runde zu treffen, bescherte uns am 18. September ein volles Haus in der Gaststätte „Zum Alten Kloster“ in Rulle. Unsere Vorsitzende Sabine Stenzel hieß alle herzlich willkommen und berichtete kurz über einige Aktivitäten während der Corona Zeit.
Danach hatten wir Zeit zu klönen und uns – maskiert und in gebührendem Abstand - am reichhaltigen Buffet zu stärken.
Im Anschluss daran berichtete Elisabeth Postina über ihre Arbeit im Sozialmanagement des Klinikums Osnabrück. Die Diplom-Pädagogin und systemische Familienberaterin begleitet Patienten, die plötzlich pflegebedürftig werden. Eine schwere Erkrankung verändert das Leben des Erkrankten und seiner Familie oftmals grundlegend. Durch Gespräche und Beratung mildert Frau Postina die Sorgen und Ängste der Betroffenen.


Sie sorgt für einen möglichst reibungslosen Übergang vom stationären in den ambulanten Bereich, gibt notwendige Informationen strukturiert und sicher weiter und veranlasst die Schritte, die für die Versorgung nach der Krankenhausbehandlung erforderlich sind. Dafür nimmt Frau Postina auch an Teambesprechungen der Ärzte teil, um immer über den aktuellen Gesundheitszustand der Patienten informiert zu sein und um sofort weitere Hilfsmaßnahmen zu organisieren. Sie unterstützt die Patienten bei der Einleitung von Rehamaßnahmen, stellt den Eilantrag an die Pflegeversicherung und berät über deren Leistungen. Gegebenfalls kümmert sie sich auch um einen Pflegeplatz in einem Altenheim oder um Pflegedienste für die häusliche Pflege.
Wichtig dabei ist, dass die Patienten eine individuell angepasste Weiterversorgung erfahren, die deren Wünschen und deren Hilfebedarf entsprechen.

Wir danken Frau Postina für diesen aufschlussreichen Einblick in ihre Arbeit. Es ist gut zu wissen, dass man im Falle eines Falles nicht alleine dasteht, sondern auf die gute Begleitung der  Mitarbeiter des Sozialmanagements der Kliniken vertrauen kann.


Bienen - ein fleißiges Völkchen

Die Biene ist bundesweit das Verbandsabzeichen der Landfrauen.
Sie steht mit ihren Waben für ein vorbildliches und gut organisiertes Frauennetzwerk. Die Biene ist ein Symbol für Gemeinsinn, für soziales Engagement, für Einsatzfreude und Aufgeschlossenheit.
Um mehr über dieses Insekt zu erfahren, trafen sich 38 Landfrauen am 27. Februar im Gasthaus Barlag in Hollage. Nach der Begrüßung durch Monika Bergmann stärkten wir uns erst einmal am reichhaltigen Frühstücksbuffet. Anschließend begrüßten wir den Biologen und Vorsitzenden des Osnabrücker Imkervereins Dr. Ansgar Erpenbeck. Anhand einer informativen Beamer-Präsentation erläuterte der Imker uns alles Wissenswerte über die Honigbienen und deren volkswirtschaftlichen Nutzen. Denn in der Rangfolge der wichtigsten Nutztiere weltweit steht die Honigbiene nach Rind und Schwein und noch vor dem Geflügel an dritter Stelle. Die UN schätzte den Gesamtwert der Bestäubung auf über 150 Milliarden €.


Fast 80 Prozent aller Nutz- und Wildpflanzen werden von der Westlichen Honigbiene bestäubt, die restlichen 20 Prozent von Wildbienen, Schmetterlingen und Hummeln. Faszinierend an diesen einzigartigen Insekten ist nicht so sehr das Verhalten der einzelnen Biene, sondern die Zusammenarbeit aller Bienen als Gruppe. Zur Blütezeit im Frühjahr wächst das Bienenvolk auf 50 000 und mehr Individuen an. Jedes Volk produziert im Schnitt pro Jahr 20 bis 30 kg Honig. Für 500 g Honig fliegt eine Biene ca. 75.000 bis 120.000 km, also 2 bis 3 mal um die Erde.
Leider nimmt der Bestand der Bienen und Insekten immer weiter ab. Ein entscheidender Grund für das dramatische Insektensterben in Deutschland ist die ständige Intensivierung der Landwirtschaft. Falls Insekten nicht direkt durch Insektizide sterben, fehlen ihnen Lebensraum und Nahrungsgrundlagen. Diese Situation muss dringend verbessert werden, jeder kann etwas dazu beitragen. Viele Landwirte legen mittlerweile Blühstreifen an und Gartenbesitzer schaffen Nistplätze und pflanzen einheimische, bienenfreundliche Blumen und Sträucher an. Imker haben die Aufgabe, den Erhalt der Bienen zu sichern. Nachwuchssorgen gibt es im Osnabrücker Imkerverein nicht. Imkern liegt im Trend, so dass die Zahl der Hobbyimker in den letzten Jahren stetig steigt. Ein halbes Jahr dauert die Grundschulung, die am Lernstandort Waldhof in Lechtingen stattfindet. 55 Teilnehmer sind in diesem Jahr dabei, so Erpenbeck. Für die Natur kann das nur gut sein, denn die Honigbiene – und auch die Wildbiene – braucht Unterstützung.


Besichtigung der Fleischerei Sostmann

Im Februar besichtigten 50 Landfrauen die Feinkost-Fleischerei Sostmann in Bramsche.
Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl von max. 18 Personen, mussten wir drei Termine ansetzen, um allen interessierten Frauen die Teilnahme an einer Betriebsführung zu ermöglichen.
Der Seniorchef Jürgen Sostmann begrüßte uns jeweils am betriebseigenen Schlachthaus an der Hemker Straße. Hier mussten wir uns entsprechend der Hygienevorschriften erst einmal mit Einwegkitteln und Haarnetzen einkleiden, denn auf Sauberkeit und Hygiene wird im ganzen Betrieb sehr großen Wert gelegt. Da nur an zwei Tagen die Woche geschlachtet wird, konnten wir in den leeren Räumlichkeiten den Weg des Schweines von der Ankunft am Schlachthaus bis zur Schlachtung und darüber hinaus verfolgen.


Der Schlachtvorgang erfüllt die Tierschutzrichtlinien in optimaler Weise und übersteigt die gesetzlichen Vorgaben in vielen Bereichen. Um den Transportweg der Schweine möglichst kurz zu halten, werden auch nur Schweine von ausgesuchten Bauernhöfen aus der Umgebung verarbeitet. „Aus der Region für die Region“ heißt das Motto der Fleischerei. So kommen auch alle weiteren verwendeten Gewürze und Zutaten ebenfalls von Lieferanten aus der Region. Nach der Schlachtung werden die Schweinehälften zur Zerlegung ins Haupthaus an der Münsterstraße transportiert. Hier ging auch unsere Führung mit Herrn Sostmann weiter, nachdem wir weitere Hygienemaßnahmen befolgt und die Zugangsschleuse passiert hatten. Er erläuterte uns die einzelnen Schritte der Fleischzerlegung und -verarbeitung. Sein ganzer Stolz ist der große Wurstkutter, in dem das Fleisch zerkleinert, gemixt und sogar gekocht werden kann. Die fertige Wurst muss nur noch in Därme oder Gläser abgefüllt werden. Eine weitere Besonderheit ist der Reibrauchofen, der ein schonendes und kontrollierbares Buchenraucharoma erzeugt. Neben den hochwertigen Wurstspezialitäten und dem Frischfleisch, werden auch täglich Eintöpfe und Suppen hergestellt und in die zahlreichen Filialen geliefert.
Nach dieser sehr informativen Führung durch Schlachthaus und Produktion gab es abschließend noch einen Imbiss in der sogenannten „Schweinebörse“, ein Tagungsraum, der mit allerhand Schweine-Deko, Auszeichnungen, Urkunden und Fotos ausgeschmückt ist. Hier beantwortete Herr Sostmann auch all unsere Fragen zu dem seit über 180 Jahren bestehenden und in der 6. Generation geführten Familienbetriebes, der mittlerweile weit über die Grenzen des Osnabrücker Landes hinaus bekannt ist.