Im Rahmen der diesjährigen Mitgliederversammlung des LandFrauen Kreisverbandes Osnabrück Mitte Februar in Bad Laer konnte die Vorsitzende Almut Detert mit den Vorstandsmitgliedern der 10
Ortsvereine auf ein ereignisreiches Jahr 2025 zurückblicken. Mit 235 Veranstaltungen boten die Vereine ein breites Spektrum an Informations- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu unterschiedlichsten
Themen, dazu gemeinsame Aktivitäten und vielfältigen Austausch. Dadurch konnten insgesamt 101 neue Mitglieder gewonnen werden.
Der LandFrauenverein Wallenhorst war dabei besonders erfolgreich. Der Mitgliederzuwachs betrug 36 Prozent. Die Vorsitzende Sabine Stenzel und ihre Stellvertreterin Monika Bergmann freuten sich
über die Glückwünsche von Almut Detert und Elisabeth Lingemann.
Highlights des letzten Jahres waren auf Kreisebene sicherlich das intensive Speed-Dating mit den Bundestagskandidatinnen und Bundestagskandidaten, die ausgebuchte Informations- und Studienreise
in die Normandie, die dreitägige Beteiligung am Tag der Niedersachsen und der beeindruckende Vortrag „Die Artenvielfalt fördern. Was tun auf Äckern, in Wiesen und Gärten?“ von Prof. Dr. Werner
Wahmhoff.
Neben vielen etablierten Vorhaben wollen die Osnabrücker LandFrauen in diesem Jahr den langjährig bestehenden und durch die Coroana-Pandemie unterbrochenen Austausch mit den
ermländisch-masurischen LandFrauen fortführen. Dazu werden die Osnabrückerinnen im September nach Olsztyn reisen.
Frühstück mit fünf niedersächsischen Landtagsabgeordneten
Mehr als drei Jahre der 19. Legislaturperiode des Niedersächsischen Landtages sind vergangen – für den Landfrauen Kreisverband Osnabrück Anlass, eine Zwischenbilanz zu ziehen.
Beim politischen Frühstück Anfang Februar 2026 im Bürgersaal der Gemeinde Bissendorf nutzten die LandFrauen die Gelegenheit, mit fünf Abgeordneten ins Gespräch zu kommen und zentrale
Herausforderungen der kommenden Jahre zu diskutieren.
Jeder Politiker hatte eingangs fünf Minuten Zeit, drei Kernfragen zu beantworten:
Wo liegen die jeweiligen Arbeitsschwerpunkte, was wurde erreicht und welche Aufgaben stehen bis zum Ende der Wahlperiode noch an?
Die Vorsitzende Almut Detert moderierte die Gesprächsrunde souverän, stellte gezielte Nachfragen und ließ vage Aussagen nicht gelten.
Mit ihr und den Vertreterinnen aus den 10 Ortsvereinen diskutierten: Anne Kura (Bündnis 90/Die Grünen), Jonas Pohlmann (CDU), Guido Pott (SPD), Frank Hennig (SPD) und Thomas Uhlen (CDU).
Bei den Schwerpunkten wurden u.a. die Stärkung des Ehrenamtes und die Weiterentwicklung der Heimatregion, die Etablierung eines kooperativen Politikstils, Breitbandausbau oder auch die Schaffung
von mehr bezahlbarem Wohnraum genannt.
Erfolge sahen die Landtagsmitglieder z.B. in konkreten Projekten wie der Nachnutzung der Marienkirche in Kloster Oesede, einer neuen Überquerungshilfe der L94 in Glandorf, in der Schaffung von
2400 neuen Lehrerstellen oder der Schaffung einer neuen Landeswohnungsbaugesellschaft.
Zentrale Themen: Bildung, Fachkräftemangel, Bürokratieabbau In der anschließenden Diskussion wurden u. a. die Schließung von Förderschulen und Entbindungsstationen, Herausforderungen der
Inklusion und der Mangel an Fachkräften thematisiert. Einigkeit bestand darin, dass die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse schneller erfolgen muss. Ein weiterer Schwerpunkt war der
Bürokratieabbau: lange Verfahren, unübersichtliche Förderprogramme und fehlende Informationen führen dazu, dass Gelder oft nicht abgerufen werden. Erste Änderungen – etwa bei Berichtspflichten
oder im Bauordnungsrecht – sind eingeleitet. Auch das Bauen im Außenbereich bleibt schwierig; hier fordert Almut Detert praxistauglichere Lösungen.
Grundsätzliche Einigkeit herrschte darüber, dass Fördermittel stärker an Kommunen fließen sollten, damit diese sie gezielt und unbürokratisch einsetzen können.
Beim schnellen Internet sei man weitergekommen, doch auch die letzten 17 Prozent im ländlichen Raum müssten dringend erschlossen werden. Der Landfrauen Kreisverband werde den politischen
Austausch fortführen – das nächste Speed-Dating in zwei Jahren ist bereits geplant.
Resümee: „Politik bewegt viel – doch nur im Dialog mit den Menschen entsteht echte Veränderung.“
Wenn die Natur ihre Fülle zeigt und Obst, Gemüse und Kräuter in großen Mengen geerntet werden, erleben die LandFrauen Osnabrück die vielleicht schönste Zeit des Jahres: die Erntezeit. Jetzt wird eingekocht, eingelegt und fermentiert, um die Schätze des Sommers für den Winter zu bewahren.
Zwischen Einmachgläsern, duftenden Früchten und bewährten Familienrezepten verwandeln Ilka Bringewatt, Almut Detert und Maria Große-Schawe die Ernte der Saison in konservierte Köstlichkeiten: fruchtiger Pflaumenlikör, süßer Apfelstrudel-Aufstrich, fermentiertes Gemüse oder gesundheitsfördernder Knoblauch-Honig. Die drei LandFrauen wissen, was sie tun – und haben jede Menge Tipps parat. mehr....
Quelle: Bistum Osnabrück - Judith Remmert
Vom 29. bis 31. August 2025 war Osnabrück Gastgeber des 38. „Tag der Niedersachsen“. Unter dem Motto „Osnabrück macht’s möglich“ lud die eranstaltung Menschen ein, die lebendige und bunte
Vielfalt Niedersachsens zu erleben. Auf zehn Themenmeilen und acht Bühnen wurde ein vielseitiges Programm geboten. Für drei Tage hat sich Osnabrück von seiner besten Seite gezeigt. Mehr als
500.000 Besucher feierten ein buntes, fröhliches und vor allem friedliches Fest.
Ministerpräsident Olaf Lies eröffnete am Freitag den Tag der Niedersachsen und würdigte die Veranstaltung als wichtige Bühne für ehrenamtliches Engagement.
„Gerade in Zeiten, in denen Unterschiede oft betont werden, sind solche Feste wichtig. Sie bringen Menschen zusammen, schaffen Begegnungen“, so der MP.
Die Osnabrücker LandFrauen freuten sich über regen Besuch an und auf ihrem Stand in der Großen Straße. Prominente Gäste waren u.a. die Ministerinnen Daniela Behrens (Inneres und Sport) und
Manuela Walter (Europa und Regionale Landesentwicklung), Oberbürgermeisterin Katharina Pötter, Landrätin Anna Kebschull und MdL Verena Kämmerling.
Das Fühlhaus fand vor allem bei den Kindern besonderes Interesse und selbst die allerjüngsten unter ihnen waren mächtig stolz, wenn sie von Apfel bis Zwiebel alles richtig erfühlt hatten. Zu der
Frage „Kann man das noch essen?“ und den entsprechend ausgestellten Produkten (z.B. trockenes Brot, schrumpelige Möhren, weiche Tomaten, Äpfel mit braunen Stellen) kamen Besucherinnen und
Besucher mit den betreuenden LandFrauen schnell in einen intensiven Austausch. Ein großes Schaubild der Aktion „Zu gut für die Tonne“ verdeutlichte, dass 86 % der Haushalte Lebensmittel
wegwerfen, die noch verwertbar gewesen wären.
Bei der Quizfrage „Wieviel LandFrauen gibt es in Niedersachsen“, gaben die LandFrauen mit dem Hinweis „Jede fünfte Deutsche LandFrau stammt aus Niedersachsen“ durchaus auch mal einen Tipp.
Der Umzug der Vielfalt mit 77 Gruppen und ungefähr 1500 Teilnehmenden war das bewegende Highlight und krönender Abschluss am Sonntag. Von der Kleinen Domsfreiheit bewegten sich Trachten- und
Sportvereine, Volkstanz- und Folkloregruppen, Karnevalsclubs, Dudelsackpfeifer, Musikzüge, regionale Hoheiten (z.B. Kirschkönigin) und auch 34 Osnabrücker LandFrauen in einem fröhlichen und von
zig-Tausend Zuschauenden bejubelten Zug durch die Altstadt bis zum Schlossgarten.
Die schon traditionsreiche Info-Fahrt für Vereinsvorstände wurde in diesem Jahr durch den Vorstand des LFV Hasbergen – Hagen a.TW. organisiert.
Am 13. August 2025 tauchten 49 LandFrauen aus 10 Vereinen in die über 140-jährige Geschichte der AMAZONEN-Werke in Hasbergen-Gaste ein. Matthias Beuke vom Besucher-Service gab einen Überblick
über Firmen- und Produktentwicklung von der ersten Windfege bis zur innovativen Landtechnikproduktion in den Sparten Bodenbearbeitung, Sätechnik, Düngung und Pflanzenschutz sowie den kleineren
Bereich der Kommunaltechnik. Beim anschließenden Rundgang durch die Werkshallen erhielten die Damen Einblicke in die Produktionsabläufe.
An der folgenden Station bewunderten die LandFrauen wie durch aufwändige Sanierungs-, Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten aus der teils über Jahrzehnte vernachlässigten Hofstelle ein wahres
Schmuckstück entstand.
Jeder Winkel, jeder Raum, jedes Zimmer des Farmhouse No.50 wurde mit viel Liebe zum Detail geplant und beherbergt jetzt eine einladende Gastronomie.
In der wunderschönen Gartenlandschaft (2.000 m²) bei Familie Langer bestaunten die Damen den naturnahen Schwimmteich, einen koreanischen Pavillon, seltene Gehölze und Pflanzen asiatischer
Herkunft wie Bambus, Ahorne, Azaleen, Paeonien und Kamelien, aber auch viele Stauden, Trockenmauern und Wasserflächen.
Danach besuchten die Teilnehmerinnen die Firma GBT Bücher Textilien. Hier werden auf ca. 5000 Quadratmetern verschiedene Textilien ausgepackt ,kleinere Fehler behoben und die Textilien auf
verschiedene Weisen aufgebügelt, um dann an die Kunden weitergegeben zu werden. Herr und Frau Bücher sowie Frau Mohrmann boten auch hier einen sehr informativen Einblick in die Abläufe des
Unternehmens.
Die Osnabrücker LandFrauen hatten am 11. Juli 2025 zum „Dinner Im Park“ in den Konzertgarten in Bad Rothenfelde eingeladen. Gut 100 LandFrauen und einige Herren aus unterschiedlichen Vereinen
verlebten einen stimmungsvollen Abend. Leckeres Fingerfood, köstliche Salate, raffinierte Desserts und gekühlte Getränke sowie gute Laune hatten die Teilnehmenden mitgebracht. Tische und Stühle
waren von den LandFrauen aus Dissen-Bad Rothenfelde-Hilter organisiert und gestellt worden.
Für gute Unterhaltung sorgte Livemusik durch einen Teil der Kurkapelle und animierte sogar zu dem einen oder anderen Tänzchen.
Nach genussvollen Stunden, angeregten Gesprächen und mancher Fachsimpelei traten die Teilnehmenden des ersten „Dinner im Park“ gut gelaunt den Heimweg an, nicht ohne festzustellen, dass frau das
doch gerne mal wiederholen könnte.
Sehr schnell war die Gartenlehrfahrt 2025 der Osnabrücker LandFrauen ausgebucht. Am 02. Juli erhielten die Teilnehmerinnen bei sommerlichen Temperaturen Einblick in drei sehr unterschiedliche
Gärten und eine Gärtnerei in der Grafschaft Bentheim und der benachbarten Provinz Drenthe.
Dem 5000 m² Garten von Gisela und Gerrit Boll in Hoogstede-Scheerhorn bot der Wald eine passende Kulisse. Der artenreiche Liebhabergarten konnte neben Stauden-, Gräser- und Hostabeeten mit
lauschigen Sitzplätzen überzeugen und lud zum Schlendern, Entdecken und Genießen ein. Hier stärken sich die Damen bei Kaffee/Tee und belegten Brötchen.
Im Vechtetalgarten von Jan und Ina Kruit staunten die Osnabrückerinnen über 280 verschiedene Sorten Hostas im Schattenbeet neben vielen Farnen und Heucheras. Im Sonnenbeet strahlten neben vielen
Stauden ganz besonders Taglilien in unterschiedlichsten Farben und Formen um die Wette. Vom Deich hatten wir eine schöne Aussicht auf die Vechte und vor allem einen wunderbaren Überblick über die
6500 m² herrliche Gartenanlage.
Nach einer Mittagspause erfuhren die Teilnehmerinnen von Roy Hofstede viel Interessantes über die Entstehung seiner Gärtnerei „Het Amsterdamscherveld“. Sein Pflanzenangebot reicht von tropischen
Pflanzen über Ziergräser hin zu besonderen Stauden- und Gemüsearten. Im Freiland und auch im Gewächshaus werden die Pflanzen dort aus Samen oder Stecklingen gezogen.
„Der Garten des Schulmeisters“ wird seit Ende 2017 von Ronald Nijmejer und Paul Koopman gestaltet. Ronald kümmert sich hauptsächlich um den Garten und erklärte den Osnabrücker LandFrauen die
Entstehungsschritte dieses abwechslungsreichen Gartens. Die schönen Blumenrabatten, der große Teich, der vielseitige Gemüsegarten, das große Gewächshaus sowie die Obstbäume und -sträucher sorgten
für so manches „Ah und Ooh“. Beim Gang durch diesen herrlichen Garten berichtete Ronald, dass er fast alle ein- und zweijährigen Pflanzen selbst zieht. Seit 2020 setzen die Besitzer ein weiteres
Projekt in die Tat um und organisieren in den Sommermonaten unterschiedliche Auftritte in ihrem Garten, ob Konzert, Kabarett oder Theater.
Auch der LandFrauen Kreisverband Osnabrück hat sich Mitte Mai 2025 an der großen Staudenpflanzaktion des Niedersächsischen LandFrauenverbandes Weser-Ems e.V. beteiligt.
Robuste, anpassungsfähige Stauden wie Sonnenhut, Garten-Bergenien, Bergminze, Sonnenröschen, Schönaster oder Wilde Karde sollen Anregung geben, wie in Zeiten von Klimawandel und Trockenheit ein
lang blühendes, pflegeleichtes Staudenbeet aussehen kann.
„Auf der Suche nach einem passenden, zentralen Pflanzort für diese abwechslungsreiche Staudenmischung sind wir mit dem Museumsgarten am Schölerberg schnell fündig geworden“, erklärte Almut
Detert, Vorsitzende des LandFrauen Kreisverbandes Osnabrück. „Vor allem, auch weil die ca. 5000 Quadratmeter große Gartenanlage mit ihren vielfältigen Bereichen einfach ideal ist und ganzjährig
kostenfrei besucht werden kann.“
„Diese Aktion passt gut in unser Konzept“, betonte Uta Mählmann, Leiterin des Umweltbildungszentrums, „Wir möchten mit unserer Gartengestaltung und unseren Bildungsangeboten HobbygärtnerInnen und
Hobbygärtnern Anregungen für eine naturnahe Gartengestaltung liefern.“
Elisabeth Lingemann, stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbandes ergänzte: „Wir müssen uns dem Klimawandel anpassen und können gleichzeitig etwas für die Artenvielfalt tun - damit kann jede
und jeder im eigenen Garten anfangen.“
Besonders tatkräftige Unterstützung bei der Pflanzaktion erfuhren die LandFrauen durch Lisa Elling, die Gärtnerin des Museums am Schölerberg. Sie hatte die Fläche bereits wunderbar für die
klimaresilienten und insektenfreundlichen Stauden vorbereitet und mit Mulch abgedeckt, damit die Feuchtigkeit gut im Boden gehalten wurde.
Diese Aktion war Teil des Projektes „LandFrauen.Miteinander.STARK… für den Klimaschutz“ des NLF Weser-Ems und wurde von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt gefördert.
Politisches „Speeddating“ in Bissendorf:
Die Landfrauen haben die Bundestagskandidaten aus der Region zu einer besonderen Fragerunde am 1. Februar 2025 ins Rathaus eingeladen. Sie nutzten die Gelegenheit, Wünsche und eigene Erfahrungen gegenüber den Politikern zu artikulieren.
Darüber berichtet die NOZ in dem Artikel
Kandidaten im Austausch: So sehr waren sie beim Speeddating in Bissendorf gefordert, erschienen am 3.2.2025
Der von den Vereinten Nationen ausgerufene Internationale Tag der Frauen in ländlichen Gebieten soll die wesentlichen Beiträge von Frauen für die wirtschaftliche und soziale Gestaltung der
ländlichen Räume und die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen deutlich machen. Am 15. Oktober 2008 wurde dieser Gedenktag erstmalig begangen.
Für die Osnabrücker LandFrauen war er zum zweiten Mal Anlass, einen „Abend für,uns“ zu feiern. Unter dem Motto „Frau Knigge sitzt mit am Tisch“ erlebten wir die besondere Kombination eines
4-Gänge-Menüs mit einem „Aktiv-Vortrag“.
Im festlich vorbereiteten Saal des Hotel Restaurant Lingemann in Rulle fühlten sich alle willkommen. Bevor der erste Gang serviert wurde, musste sich jede Teilnehmerin anhand der ausgegebenen
Menü-Karten ihren Platz passend eindecken. Dazu standen unterschiedliche Tellergrößen, Gläser und Bestecke zur Auswahl. Aus den bereitgelegten Stoffservietten entstanden teilweise kleine
Kunstwerke.
Nachdem geklärt war, wo z.B. der Brotteller platziert werden sollte, konnten wir schon beim ersten Gang einige Benimm-Empfehlungen in die Praxis umsetzen.
Fachberaterin Margret Emke wies uns u.a. darauf hin, das Brot zu brechen und die kleinen Stücke zu bestreichen. Auch der zweite Gang, eine leckere Rindfleischsuppe wurde am Tisch serviert. Dazu
erfuhren wir, dass wir nicht warten müssen, bis sich alle am Tisch aufgegeben haben, da dann die Suppe auf den ersten Tellern womöglich schon kalt geworden ist. Es ist höflich, auf die
Tischnachbarin zur Linken und zur Rechten zu warten.
Mehrere Auswahlmöglichkeiten zum Hauptgang boten sich später am Büfett. Neben Schweinemedaillons mit Champignonrahmsauce und Pollo a la Diavolo konnten wir zwischen verschiedenen
Kartoffelspezialitäten, Gemüse- und Salatvariationen wählen.
Den krönenden Abschluss dieses Abends bildete dann das reichlich bestückte Nachtisch-Büfett.
Zwischen den Gängen rief uns Frau Emke in lockerer Art und Weise die ein oder andere Regel wieder in Erinnerung.
Alle LandFrauen nutzten diesen Abend zum intensiven Austausch und waren sich einig, dass es den „Abend für uns“ auch am 15.10.2025 geben muss – wo, in welcher Form und unter welchem Motto wird
sich finden.
Vorstandsmitglieder der 10 Ortsvereine des LandFrauen Kreisverbandes trafen sich in diesem Jahr Anfang August in Bad Iburg zu ihrer jährlich stattfindenden Informationsfahrt. Dazu hatten die
Vorstandsmitglieder aus Glane – Bad Iburg interessante Besichtigungen organisiert.
Das erste Ziel war Hutzel Hydrokulturen an der Niedersachsenstraße. Der Betrieb hat sich auf die Herstellung von Hydrokulturpflanzen sowie Innenraum- und Wandbegrünungen im Innen- und
Outdoorbereich spezialisiert. Als Großhändler beliefert er den Fachhandel und arbeitet intensiv mit Architekten und Raumgestaltern zusammen. Für den Privatkunden wurde vor Kurzem ein eigener
online-Shop eingerichtet. Der Betriebsinhaber, Frank Hutzel erläuterte den Damen, dass Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle in der Firmenphilosophie spielt. Regenwasser wird z.B. in einem
40m³ fassenden Tank gesammelt. Eine 30 KW PV-Anlage auf dem Dach versorgt den Betrieb zum überwiegenden Teil mit Strom. Im Versand werden Kartons, Pappen und Paletten wiederverwendet.
Zur Kaffeezeit wurde bei Theresia Kleine Börger Halt gemacht, die die Damen nicht nur mit frischem Kaffee, sondern auch mit leckeren Torten verwöhnte. Anschließend konnten sich die LandFrauen den
wundervollen Garten ansehen.
Seit 2018 wird auf dem Weinhof Brinkmann Wein angebaut. Inzwischen gibt es bereits 2 Flächen mit insgesamt 2,5 Hektar Reben. Hier wachsen die robusten Rebsorten Helios, Solaris,
Blütenmuskateller, Souvignier Gris und der rote Regent. Jan und Gerd Brinkmann versorgten die LandFrauen nicht nur mit reichlich Informationen zum Weinbau am Teutoburger Südhang, sondern boten
auch 2 Weine zur Verkostung an. Viele der Anwesenden waren erstaunt, welch umfangreiche Arbeiten im Weinberg im Laufe des Jahres erledigt werden müssen.
Der LandFrauen Kreisverband Osnabrück hatte mit der Idee, am 12. Juli ein Dinner im Park zu veranstalten voll ins Schwarze getroffen. Viele Gruppen hatten sich zu der Veranstaltung im
Konzertgarten in Bad Rothenfelde angemeldet.
Das Aufbau-Team war ob der Wetterprognosen zuversichtlich und startete um 15.00 Uhr mit vereinten Kräften, Tische und Stühle für einen vergnüglichen Abend zu arrangieren. Doch kurz vor dem „Haben
fertig“ zog plötzlich ein heftiges Gewitter mit Starkregen auf und setzte den Konzertgarten um 16.10 Uhr innerhalb kürzester Zeit komplett unter Wasser. Da wir nicht in Gummistiefeln den Abend
verbringen wollten, wurde das Dinner im Park leider abgesagt.
So schade, dabei hatten sich alle riesig auf diesen Abend gefreut. Doch die einzelnen Gruppen hatten schnell alternative Treffpunkte für sich ausgemacht. Statt Konzertgarten trafen sich die
LandFrauen z.B. im Gartenhaus, auf der Diele, auf der Terrasse, im Speicher, auf der Dachterrasse oder im Wintergarten. Bei vielen Köstlichkeiten und reichlich guter Laune wurde es dann – zwar in
kleiner Runde – noch ein richtig schöner – teilweise auch langer – Abend.
Die diesjährige Gartenlehrfahrt des LandFrauenKreisverbands Osnabrücks führte mit ca. 50 Teilnehmenden zu drei Gärten im westlichen Münsterland.
Wie unterschiedlich und individuell die Idee vom eigenen Garten umgesetzt werden kann, zeigte sich hier sehr eindrucksvoll.
Garten Hildegard und Berthold Rave
Über einen schmalen Weg vorbei an unterschiedlichen Staudenpflanzungen gelangt man vom Vorgarten in den hinteren großen Garten. Hier schlängelt sich ein Bachlauf vorbei an einer mächtigen
Trauerweide und mündet in einen Teich. Im Schattenbereich unter einer großen Rotbuche findet man viele Funkien, Astilben, Herbstanemonen und Knötericharten. Auf dem zweiten Blick sind viele
weitere Staudenarten zu erkennen. Das Thema des Gartens ist der Einklang von Pflanzen, Steinen, altem Holz und rostigem Eisen zu einem harmonischen Ganzen.
„Landhausgarten“ Borggreve/ Sommer
Der weitläufig angelegte Landhausgarten mit andersartigen Gartenzimmern lädt mit seiner Romantik zum Verweilen und Träumen ein. Mit hohem alten Baumbestand, etlichen Staudenbeeten, zahlreichen
Rosen und einem großzügig angelegten Gemüsegarten präsentiert sich der Landhausgarten im Stil der alten Bauerngärten. Sitzgelegenheiten verteilen sich in verschiedenen Ecken und Winkeln der
unterschiedlichen Gartenzimmer. Teichbegeisterte sehen hier einen Teich mit vielen Steinelementen. Die attraktiven und insektenfreundlichen wiesenhaften Blumenbeete mit farblicher Abstimmung sind
nicht nur für Bienen und Insekten ein anziehendes Gartenbild.
„Gaupeler Landgarten“
Cristine Bendix hat mit ihrem Mann Dr. Matthias Wasserschaff einen traumhaften Garten angelegt. Naturnähe und Gartenkultur verbinden sich im Gaupeler Landgarten auf einmalige Weise. Sie lud uns
ein zu einem ganz besonderen Gartenspaziergang durch den 25.000m² großen Naturgarten, und berichtete von den Naturgartentechniken und -elementen, mit deren Hilfe sie und ihr Mann die
Artenvielfalt in diesem Gebiet in jedem Jahr vergrößert.
Christiane Rehkamp
Katrin Remmert aus Melle
begleitete den Abend musikalisch mit Gesang , Gitarre und humorigen Wort-Spitzen. Das Lied „Ein Hoch auf uns“ von Andreas Bourani durfte selbstverständlich nicht fehlen.
„Gedanken zum 75-jährigen Bestehen des LFKV Osnabrück“
von Almut Detert, LandFrauenkreisverband Osnabrück, 1. Vorsitzende
(…)
Mit Hochachtung denke ich an die Frauen, die vor 75 Jahren mutig und vorausblickend die Zusammenarbeit der schon bestehenden LandFrauenvereine auf Kreisebene in die Hand nahmen und somit den
Grundstein für unseren Kreisverband legten. Trotz oder gerade wegen der Schwierigkeiten der Nachkriegsjahre sahen sie die Wichtigkeit, sich gemeinsam der Bewältigung der vielfältigen Probleme zu
stellen.
Die Arbeitsgemeinschaft der LandFrauenvereine im Kreis und der Stadt Osnabrück – so nannte sich unser Kreisverband damals – nahm unter ihren Vorsitzenden Maria Schwegmann, Hildegard Siebe,
Charlotte Langenberg, Irmgard Johannlükens und Klara Rosenbusch die Herausforderungen an und stellte sich auf die Bewältigung immer neuer Fragen und Problemstellungen im ländlichen Raum
ein.
Bereits im Jahr 1898 hieß es in der Satzung des ersten, von Elisabet Böhm im Rastenburg gegründeten, Landwirtschaftlichen Hausfrauenvereins:
- Vermehrung der Kenntnisse durch gegenseitige Belehrung, Vorträge und Lehrgänge
- Überbrückung der Gegensätze zwischen Stadt und Land
- Anerkennung aller hauswirtschaftlichen Tätigkeit als Berufsarbeit
- Eigenes Einkommen der Bäuerinnen
Die Rahmenbedingungen haben sich in den zurückliegenden 75 bzw. 125 Jahren geändert, die Forderungen an Aktualität kaum verloren.
Derzeit bilden 10 Ortsvereine mit 1000 Mitglieder*innen unseren Kreisverband. 1000 Frauen, die verschiedenste Berufe ausüben und sich gemeinsam für den ländlichen Raum stark machen. Mit 17
weiteren Kreisverbänden bilden wir den Niedersächsischen LandFrauenverband Weser-Ems e.V. und sind somit ein Baustein im bundesweiten Netzwerk des Deutschen LandFrauenverbandes e.V. mit mehr als
450000 Mitgliedern.
Dieses Jubiläum steht für jahrzehntelanges erfolgreiches Wirken, Interessen der Mitglieder zu bündeln und nach außen zu vertreten. Vielseitiger Gedanken-, Informations-, Meinungs- und
Erfahrungsaustausch zwischen den einzelnen Mitgliedern und den Ortsvereinen bereichert uns alle. Gemeinschaft macht stark und liefert vielfältige Impulse. Das nutzen wir LandFrauen um Bewährtes
weiter zu entwickeln und Neues auszuprobieren.
Das im November 2017 erschienene Kochbuch ist im Buchhandel
und bei den Ortsvereinen erhältlich.