Starke Stimme – Starke Frau. Zu diesem Thema referierte die Logopädin Birgit Baum vor Beginn der diesjährigen Mitgliederversammlung der LandFrauen Schledehausen am 22. April 2026.
Frau Baum erklärte, wie sich unsere Stimme im Laufe unseres Lebens verändert. Babys können laut und ausdauernd schreien. Bereits im Kindesalter wird uns das abtrainiert („psst, nicht so laut“
wird Kindern von den Eltern erklärt).
Eine schöne Stimme soll klar, angenehm, ruhig, ausgeglichen und Vertrauen aufbauend sein, erklärte die Logopädin. Vieles ist erlernbar. Die LandFrauen lernten, dass der ganze Körper bei der
Stimme mit arbeitet, insbesondere die richtige Atmung ist dafür wichtig.
Unter Anleitung von Frau Baum wurden leichte Stimmübungen durchgeführt.
Die LandFrauen erfuhren außerdem, dass viel Trinken der Stimme hilft, besonders Wasser, weniger Tee oder Kaffee.
Eine starke Stimme ist kein Zufall, sondern sie ist das Ergebnis von Übung und Selbstvertrauen.
Im Anschluss an den Vortrag stärkten sich die LandFrauen bei einem kleinen Imbiss, bevor die Mitgliederversammlung unter Leitung von Claudia Middendorf durchgeführt wurde.
Nach Berichten der Teamsprecherin , der Kassenführerin, der Kassenprüferin erfolgte die Entlastung des Vorstands.
Doris Hawighorst berichtete danach über die Arbeit aus dem Kreisverband.
Die Kassenprüferinnen wurden einstimmig für das kommende Jahr wieder gewählt.
Ulla Waltermann, die viele Jahre im Vostand des LandFrauenvereins Schledenhausen mitgearbeitet hatte und anschließend als Vertrauensfrau für den Bereich Astrup und Westrup tätig war, hat ihr Amt
niedergelegt. Sie wurde mit einem Blumenstrauß verabschiedet.
Als neue Vertrauensfrau für Astrup und Westrup wurde Christa Klefoth, einstimmig gewählt .
Der Abend endete mit viel Vorfreude auf die kommenden Veranstaltungen.
Das war der Titel der ersten Veranstaltung der Schledehauser Landfrauen im Jahr 2026 am 14. Januar.
Frau Wiebke Pöppe, Buse Hörakustik, erklärte in ihrem Vortrag, warum gutes Hören so wichtig ist. Die Funktion des Ohres und der Ablauf eines Hörtests wurden erläutert.
Das Gehör hat u. a. eine Informationsfunktion, eine Warn- und Alarmfunktion und eine Orientierungsfunktion (aus welcher Richtung kommt das Geräusch?).
Die Zuhörer erfahren, dass beim Hörtest das Verstehvermögen anhand der Messung von unterschiedlicher Lautstärke und Tonhöhe ermittelt wird. Bei einer Hörminderung vermischen sich die Stimmen,
leise Geräusche werden nicht gehört, die Sprache wird nicht verstanden, das Radio oder der Fernseher werden lauter gestellt.
Eine weitere Folge kann eine fehlende räumliche Orientierung sein (woher kommt das Auto). Dieser entstehende Hörstress kann zu Übermüdung und infolgedessen zu einem sozialen Rückzug und im
schlimmsten Fall zu einer Demenz führen.
Ein Hörtest kann kostenlos bei einem Hörgeräteakustiker durchgeführt werden. Sollte dabei eine Hörminderung festgestellt werden, wird zu einem Arztbesuch geraten. Wiebke Pöppe weist ausdrücklich
darauf hin, dass der Akustiker kein Arzt ist und ohne ärztliche Verordnung kein Hörgerät beschafft werden kann.
Herr Reiner Siekemeyer, Siekemeyer Optik, referierte im Anschluss über gutes Sehen. Zum besseren Verständnis hatte er ein Modell eines Auges mitgebracht. Auch gutes Sehen ist wichtig für die
Teilnahme am gesellschaftlichen Miteinander. Die Messtechnik zur Feststellung der Sehstärke entwickelt sich kontinuierlich weiter, somit können Brillen immer individueller angepasst
werden.
Anschließend erläuterte Reiner Siekemeyer ausführlich die Symptome der häufigsten Augenkrankheiten, wie Glaukom (grüner Star), Katarakt (grauer Star) und altersbedingte Makula. Er weist
ausdrücklich darauf hin, dass ein Optiker keine medikamentöse Behandlung vornehmen darf. Sollte bei einem Sehtest eine Auffälligkeit festgestellt werden, wird dringend ein Besuch bei einem
Augenarzt empfohlen. Die Landfrauen erfuhren, dass sich der Beruf des Optikers immer mehr vom „Brillenmacher“ zum „Gesundheitsvorsorger“ entwickelt.
Diese Nachmittagsveranstaltung war mit sehr vielen Informationen gespickt und einige Landfrauen werden sicherlich überlegen, ob ein Besuch bei einem Optiker oder Hörgeräteakustiker angebracht
wäre.
Unter diesem Motto stand die diesjährige Adventsfeier der SchledehauserLandfrauen am 17. Dezember 2025..
Drei Landfrauen hatten die Kaffeetafel mit viel Liebe zum Detail aufwändig geschmückt, dafür erhielten sie als Dankeschön ein kleines Präsent.
Nach der gemeinsamen Kaffeetafel hielt Herr Martin Kessens aus Cloppenburg einen Vortrag zum Mitmachen. Er zeigte Videos von Flashmobs am Bahnhof, in der U-Bahn und im Kaufhaus. Auch die
Statistik durfte nicht zu kurz kommen. So erfuhren die LandFrauen, dass der längste Christstollen 72 m lang ist und dass die durchschnittliche Gewichtszunahme an Weihnachten ca. 370 g beträgt
(„nicht gerade viel oder?“) Auch über Geschenke, Deko und Plätzchen wurde berichtet. „Männer, die Küchenutensilien schenken, sind bereits wieder Singles“. Groß war das Gelächter, als Herr Kessens
vom Christkind vor dem Finanzamt berichtete. In einem Gedicht musste sich das Christkind, das Geschenke bringen will, mit Themen wie Einkommenssteuer, Lohnsteuer usw. auseinandersetzen. Zum
Schluss ging es noch um den Kern der Weihnachtszeit: der Geburt Jesu . Nach kurzen Informationen zu verschiedenen Weihnachtsliedern wurden diese von den LandFrauen erraten.
Als Abschluss des Vortrages wurde gemeinsam das Lied „Kalender, Kalender, du bist ja schon so dünn“ gesungen.
Damit endete eine heiter besinnliche Adventsfeier.
Am 20.11.2025 trafen sich einige Schledehauser Landfrauen auf dem Hof Giesker zu einem Kreativabend. Aus Koniferengrün und Moos wurden ca. 50 cm hohe Wichtel hergestellt. In geselliger
Runde wurden Wichtel gebunden und mit Lichterkette, Kugeln usw. adventlich geschmückt.
Zum Abschluss wurden die fertigen Werke bei gemütlichem Beisammensein mit einem Glühwein begutachtet.
(Vortrag am 18.11.2025)
KI verändert den Verbraucheralltag
war der Titel eines Videovortrags, bei dem sich eine Gruppe der Schledehauser Landfrauen über Künstliche Intelligenz (KI) informierte. Das Dorfgemeinschaftshaus in Schledehausen bot für das neue
Format „Online-Vortrag“ eine perfekte technische Ausstattung.
Die Referentin, Frau Kathrin Bartsch von der Verbraucherzentrale Niedersachsen, erklärte zunächst, was KI überhaupt bedeutet und welche unterschiedlichen Programme genutzt werden können, z.B.
ChatGPT, Copilot, Gemini, Perplexity. Die Verbraucher können sich bei der Anwendung von KI sicherfühlen, wenn sie die grundsätzliche Funktionsweise von KI verstehen. Die Landfrauen erfuhren, dass
KI sich ständig weiterentwickelt, je mehr Daten verarbeitet werden und dass z. Zt, durchaus falsche Informationen gegeben werden können. Die Einschätzung dazu erfordert besondere Aufmerksamkeit.
Im Laufe des Vortrags erhielten die Zuhörerinnen Tipps zum richtigen Umgang mit Künstlicher Intelligenz und Auskünfte über ihre Rechte (Auskunftsrecht).
Am Ende der Veranstaltung gingen alle mit viel Informationen, neuem Wissen und sensibilisiert im Umgang mit KI nach Hause.
Im Juli besuchte eine Gruppe Schledehauser LandFrauen die Firma Brockmeyer Blumen und Lebensart in Glandorf. Nach dem Kaffee- und Kuchengenuss im Café Flora erhielten wir einen Einblick in die
Pflanzenproduktion.
Herr Benjamin Brockmeyer, der eine Gartenbaulehre absolviert und die Meisterprüfung abgelegt hat, führte uns durch den Familienbetrieb, der seit 1948 besteht. Auf 15 ha Außenfläche und 2 ha
Fläche unter Glas werden dort Pflanzen (Beet- und Balkonpflanzen) gezogen und anschließend über Großmärkte vertrieben. Pflanzenschutz erfolgt in dem Betrieb durch Nützlinge.
Nützliche Dinge für die Arbeit werden z. T. selbst entwickelt und gebaut, so. z. B. ein Transportwagen für die vielen Pflanztöpfe.
Trotz Computerunterstützung und einiger maschineller Hilfsmittel sind noch viele Handgriffe bis zur Marktreife der Pflanzen notwendig. Die werden von ca. 20 MitarbeiterInnen erledigt.
In den Gewächshäusern konnten wir die Pflanzen in den verschiedenen Wachstumsstadien betrachten.
Ein Gang über die Außenflächen war wegen des einsetzenden Regens leider nicht möglich.
Im Anschluss an die Führung bestand noch die Möglichkeit, in dem angeschlossenen Gartencenter zu stöbern und einzukaufen.
Anfang Juni beteiligte sich auch der LandFrauenverein Schledehausen an Aktionen zum Internationalen Tag der Milch (01.06.). Die zweiten Klassen der Grundschule Wissingen erfuhren dabei viel
Wissenswertes über die Kuh. Gemeinsam mit LandFrau Almut Detert besprachen die Schülerinnen und Schüler den Speiseplan einer Kuh und waren erstaunt darüber, dass für eine Kuh bis zu 150 l Wasser
pro Tag dazu gehören.
Von ihrem Hofbesuch im vergangenen Herbst wussten die Kinder noch, dass Kühe hauptsächlich Gras- und Maissilage fressen und dass sie Wiederkäuer sind. Das Besondere an der Kuh ist, dass sie aus
dem schwer verdaulichen Futter zwischen 25 und 30 l Milch produziert.
Und was alles Leckeres aus Milch hergestellt werden kann, wussten die ZweitklässlerInnen auch: Milch, Joghurt, Käse, Quark, Butter, Sahne u.a.m. „Milch und Milchprodukte sind wichtige
Calciumlieferanten. Calcium sorgt für gutes Wachstum von Knochen und Zähnen.“ erklärte Almut Detert den Schülerinnen und Schülern.
Die Ernährungsexperten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE)
empfehlen, Milch und Milchprodukte täglich auf den Speiseplan zu nehmen.
Für Kinder liegt die empfohlene Menge bei einem Glas Milch, einem kleinen (Natur-)
joghurt und einer Scheibe Käse.
Nach so viel angespanntem Überlegen und Zuhören wurden noch Milch und
Buttermilch geschmacklich getestet. Die abschließende Erdbeermilch fand dann
besonderen Zuspruch
LandFrauen Schledehausen erhalten Informationen aus erster Hand
Da in diesem Jahr ein erhöhtes Risiko für Hantavirus-Erkrankungen im Landkreis Osnabrück und besonders in der Gemeinde Bissendorf besteht (die Infektionshäufigkeit ist hier 8- bis 10-mal höher
als im Bundesdurchschnitt), klärte Peter Tenhaken vom Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Osnabrück die Schledehauser LandFrauen Mitte Mai 2025 in einem informativen Vortrag über das
Hantavirus im Allgemeinen und die Situation vor Ort auf.
Hantaviren kommen weltweit vor. In unserer Region ist vor allem das Puumalavirus von Bedeutung, das von der Rötelmaus über Kot und Urin ausgeschieden wird. Eine Übertragung auf den Menschen
erfolgt in der Regel über erregerhaltigen Staub. Die Wahrscheinlichkeit, sich zu infizieren, ist von April bis September am größten.
In vielen Fällen treten nach einer Ansteckung keine oder nur geringe (grippeähnliche) Beschwerden auf, nur selten schwere Verläufe bis hin zum Nierenversagen. Bislang steht kein entsprechender
Impfstoff zur Verfügung. Die persönlichen Schutzmaßnahmen sind das A und O zur Vermeidung
eines Infektionsrisikos. Beim Reinigen von Dachböden, Kellern, Schuppen oder Gartenlauben oder ähnlichen Tätigkeiten, bei denen Staub mit Mäuse-Exkrementen aufgewirbelt wird, sollte ein
Mund-Nasen- Schutz getragen werden. Bei starker Kontamination ist auch das Tragen von Einweg-Handschuhen sinnvoll.
Mitgliederversammlung mit Vorstandswahlen
Die gut besuchte Mitgliederversammlung des LandFrauenvereins Schledehausen fand am 14. Mai 2025 im Dorfgemeinschaftshaus statt. Mehr als 60 Teilnehmerinnen hatten eine umfangreiche Tagesordnung
vor sich. Zu Beginn wurde der zwei verstorbenen Mitglieder gedacht. Der einstimmigen Protokollgenehmigung folgte der Bericht der Vorsitzenden. Neben der erfreulichen Mitgliederentwicklung – es
wurden im vergangenen Jahr 30 neue Mitglieder begrüßt – konnten die Damen auf 42 eigene Veranstaltungen zurückblicken. Darunter z.B. Vorträge zu Garten- u. Gesundheitsthemen, Informationsfahrten,
Themenabende oder Kreativ-Angebote. Ein Höhepunkt im zurückliegenden Jahr war zweifellos im Oktober das 75-jährige Vereinsjubiläum.
Die Kassenführerin konnte in ihrem detaillierten Bericht eine geordnete Finanzlage darlegen, die von den Kassenprüferinnen uneingeschränkt bestätigt wurde. Darauf folgte die einstimmige
Entlastung des Vorstandes.
Im Rahmen der Berichte aus den Fachausschüssen (jeweils 2 Mitglieder vertreten unseren Verein in den beiden Fachausschüssen auf Landesebene) erhielten die Anwesenden vielfältige Informationen zu
den Themen:
a) Ernährungsempfehlungen der DGE und Tierwohlkennzeichnung und
b) Gemeinsam gegen Extremismus – Demokratie stärken.
Als nächster Punkt stand die Satzungsaktualisierung, die u.a. wegen neuerer Datenschutzbestimmungen und Anpassungen als Folge der Corona-Krise
erforderlich wurde, auf der Tagesordnung. Mit der Einladung hatten alle Mitglieder eine Synopse mit Erläuterungen dazu erhalten, so dass es auch zu diesem Punkt ein einstimmiges Votum gab.
Bevor die Neuwahlen stattfanden, wurde mehreren Damen, die für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung standen, für ihren langjährigen, verdienstvollen Einsatz mit viel Applaus und Blumen herzlich
gedankt.
Marianne Claus-Kolbe begann 2007 als Schriftführerin im Vorstand, den sie dann ab 2015 als Beisitzerin engagiert bei der Vorbereitung und Durchführung zahlreicher Veranstaltungen unterstützte,
Ideen einbrachte und umsetzte. Zuverlässig vertrat sie den Verein auch auf Kreis- und Landesebene.
Waltraud Wiethaupt folgte 2015 im Amt der Schriftführerin. Sichtbares Zeichen ihres Einsatzes war u.a. für jedes Mitglied das präzise Protokoll der
Mitgliederversammlungen.
Irmtraut Becker übernahm 2019 als Beisitzerin Verantwortung im Vorstand. Insbesondere ihre Unterstützung beim Aufbau und beim Abbau der LandArt und bei den Nachmittagsveranstaltungen im DGH
wurden herausgestellt.
Dörthe Höckmann hat den Verein Jahrzehnte im Fachausschuss „Ländliche Räume vertreten und daraus berichtet.
Reinhold Rodi versorgte seit 2015 als Vertrauensfrau die Mitglieder in Schledehauen Mitte immer verlässlich mit Programmen und Informationen-
Am Ende dankte Claudia Middendorf der ebenfalls ausscheidenden langjährigen 1. Vorsitzenden Almut Detert. Sie war insgesamt 33 Jahre im Vorstand aktiv und hat durch ihren unermüdlichen Einsatz
den LandFrauenverein Schledehausen „zu einer Marke gemacht!“
Als neues Mitglied im Fachausschuss „Ländliche Räume“ wird Christa Klefoth den Verein vertreten Petra Halfter wird zukünftig als Vertrauensfrau in Schledehausen Mitte tätig sein.
Die Neuwahl des Vorstandes erfolgte auf allen Positionen ohne Gegenkandidatinnen und jeweils einstimmig.
Claudia Middendorf wurde zur Teamsprecherin gewählt. Für die Kassenführung ist weiterhin Christiane Obrock zuständig. Helga Meyer zu Ortbergen übernimmt nun die Schriftführung. Als Beisitzerinnen
erhielten Anita Krzikalla, Maria Strehl und Kerstin Westrup das Votum der Mitgliederversammlung.
Veröffentlicht am: 14.05.2025, Autor: Gemeinde Bissendorf
Der LandFrauenverein Schledehausen hat Mitte Mai 2025 ein Beet mit klimaresilienten und bienenfreundlichen Stauden am Dorfgemeinschaftshaus angelegt. Damit beteiligt sich der
andFrauenverein Schledehauen an einer großen Pflanzaktion des Niedersächsischen LandFrauenverbandes Weser-Ems e.V. (NLF Weser-Ems).
Die abwechslungsreiche Mischung setzt sich aus robusten, anpassungsfähigen Stauden wie Sonnenhut, Garten-Bergenien, Bergminze, Sonnenröschen oder Schönaster zusammen. Sie soll Anregung geben, wie
in Zeiten von Klimawandel und Trockenheit ein lang blühendes, pflegeleichtes Staudenbeet aussehen kann, welches zugleich insekten- und insbesondere bienenfreundlich ist.
„Da viele unserer Veranstaltungen im Dorfgemeinschaftshaus stattfinden, haben wir diesen Ort für dieses besondere Beet ausgewählt“, erläuterte Almut Detert, Vorsitzende des LandFrauenvereins
Schledehausen, die mit weiteren Vorstandmitgliedern zum Fototermin erschienen war.
„Zudem sind wir der Meinung, dass eine bunte Staudenmischung diesen Standort noch ein wenig aufwerten kann. Ein besonderer Dank gilt Claudia Middendorf, die als gelernte Gartenbauingenieurin mit
ihrer fachlichen Expertise den Pflanzplan aufgestellt und den Boden entsprechend den Pflanzenansprüchen vorbereitet hat“, schilderte Detert.
„Wir sind froh und dankbar über alles, was die begleitenden Vereine hier vor Ort an Ideen und Investitionen mit reinstecken“, betonte Lars Knäuper, Präsident des Schützenvereins Schledehausen von
1890, der im Dorfgemeinschaftshaus Schledehausen beheimatet ist.
Getreu der Devise „Kleine Fläche, große Wirkung“, äußerte Bissendorfs Bürgermeister Guido Halfter die berechtigte Hoffnung, auf ein weiterhin gutes Klima zwischen den im Dorfgemeinschaftshaus
wirkenden Vereinen und das Gelingen der gemeinsamen Pflege des frisch angelegten Beets.
Insgesamt werden Anfang/Mitte Mai rund 200 LandFrauenvereine in Weser-Ems mehr als 2.500 Stauden in ihrer Region pflanzen. Der Startschuss dafür fiel auf der Delegiertenversammlung des NLF
Weser-Ems am 8. Mai 2025 auf der Wilhelmshöhe in Lingen.
„Wir müssen mit dem Klimawandel leben, uns anpassen und gleichzeitig etwas für die Artenvielfalt tun – damit kann jeder und jede im eigenen Garten anfangen“, betonte Landfrau Claudia Middendorf,
die das vom NLF zur Verfügung gestellte Staudenpaket mit Einverständnis des Ortsvereins auf circa 60 Pflanzen aufgestockt hatte.
Die Aktion ist Teil des Projektes „LandFrauen.Miteinander.STARK… für den Klimaschutz“ des NLF Weser-Ems und wird von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt gefördert.
Text undFoto: Gemeinde Bissendorf
Ende April 2025 tauchte eine Gruppe Schledehauser LandFrauen in das schulische Ambiente einer Volksschule zwischen 1920 und 1960 ein. Im Osnabrücker Schulmuseum, - viele wussten nicht, dass es
das gibt - erhielten die Damen einen Rückblick auf 2 Jahrhunderte Schulentwicklung.
Die allgemeine achtjährige Schulpflicht wurde 1919 in der Weimarer Republik eingeführt. Der Besuch er Volksschule dauerte bis 1960 nur acht Jahre, dann wurde das 9. Schuljahr eingeführt.
Etwa 5 % eines Jahrgangs wechselten zu der Zeit aufs Gymnasium und 15 % besuchten die Mittelschule (später Realschule).
Herr Bolz und Herr Nordmann erklärten den erstaunten Besucherinnen u.a., dass bis 1957 eine Lehrerin, sobald sie heiratete, ihren Beruf aufgeben musste und all ihre Pensionsansprüche
verlor.
Lebensnah gestaltete sich dann auch die Schulstunde, die in der historischen Klasse auf 2-er Holzbänken abgehalten wurde. Die LandFrauen erfuhren, dass der Griffel womöglich nicht richtig
gehalten wurde, wenn er auf der Schiefertafel quietschende Geräusche verursachte.
Die Besuchszeit war zu schnell vergangen, um noch ausführlich auf die alten Fibeln und Rechenbücher eingehen zu können.
Text und Foto: LFV Schledehausen
Der LandFrauenverein Schledehausen unterstützt die Tafel Bissendorf: Almut Detert und Christiane Obrock überbrachten eine Spende an das Tafel-Team.
Mit einem „dicken Scheck“ kamen am Mittwoch, 9. April 2025, die Vorsitzende der Schledehauser LandFrauen, Almut Detert, die Schatzmeisterin des Vereins, Christiane Obrock, und einige ihrer
Mitstreiterinnen zum Bissendorfer Rathaus. 1000 Euro hatten die LandFrauen bei einem Sonderverkauf des NOZ-Magazins „Unsere Lieblingsrezepte" eingenommen und haben das Geld jetzt anlässlich des
ersten Jahrestages der Bissendorfer Tafel an die Organisatoren übergeben.
Bei der Bissendorfer Tafel verteilen derzeit über 30 Ehrenamtliche jeden Mittwoch 72 an der Hauptstelle in Osnabrück gepackte Taschen. Mit zwei Fahrzeugen des DRK-Ortsvereins Bissendorf werden
auf diese Weise Alleinstehende und / oder Familien mit Lebensmitteln versorgt. Diese Unterstützung wissen die Empfängerinnen und Empfänger, die zuvor über die Gemeinde Bissendorf gelistet wurden,
sehr zu schätzen, wie Detert bestätigte.
Der gesamte Themenbereich rund um Lebensmittel mit all seinen Facetten ist ein besonderes Anliegen der Schledehauser LandFrauen. So haben kochbegeisterte Mitglieder bereits seit September 2011
die eingereichten und durch eine Jury vorausgewählten Rezepte der LeserInnen der NOZ probegekocht. Die mit LandFrauen-Expertise bewerteten Ergebnisse wurden anschließend passend in Fotoszene
gesetzt und für die NOZ- Magazine „Meine Lieblingsrezepte“ abgelichtet.
Passend zu den Themenschwerpunkten der Lieblingsrezepte haben die Schledehauser LandFrauen auch andere Bereiche angesprochen, wie z. B. regionale und saisonale Lebensmittel zu verwenden oder auch
ideenreiche Resteverwertung. Deutlich wurde nicht nur bei diesen Aktionen, dass eine gute Planung und Organisation hilfreich ist, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden.
Deshalb war die Freude bei den Schledehauser LandFrauen groß, als ihre Idee, Lagerbestände der Lieblingsrezepte anlässlich verschiedener Weihnachtsaktionen für einen guten Zweck zu verkaufen, auf
positive Resonanz bei den Verantwortlichen der „Unsere Lieblingsrezepte"-Redaktion stieß. Und diese Freude und vor allem das ansehnliche Ergebnis kann somit ganz nach dem Motto „geteilte Freude
ist doppelte Freude" heute mit vielen Menschen geteilt werden.
Bericht und Foto: Gemeinde Bissendorf
Im März war Dipl.-Oec. Urte Backhaus zu Gast bei den Schledehauser LandFrauen und berichtete viel Interessantes und Wissenswertes rund um den niedersächsischen Käse.
Eingangs ihres Referates wies die Expertin der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen auf Grundsätzliches hin:
„Milch enthält eine Vielzahl von Nährstoffen und der Milchverzehr hat in Mitteleuropa eine über 7000-jährige Tradition.
Kleine Mengen Milch und Milchprodukte sollten täglich verzehrt werden, da sie eine günstige Quelle für einige essentielle Nährstoffe darstellen. Sie enthalten neben hochwertigem Eiweiß eine Reihe
von Vitaminen und Mineralstoffen. Vor allem die Mengen an Kalzium, Zink und Jod sind hervorzuheben. Milch und Milchprodukte stellen zudem eine gute Quelle für die Vitamine B2 und B12 dar. Kalzium
wird für die Erhaltung normaler Knochen und Zähne benötigt. Zusätzlich trägt es zu einer normalen Blutgerinnung, Muskelfunktion und einer Signalübertragung zwischen den Nervenzellen bei.“
Auch die Ernährungsexperten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfehlen, Milch und Milchprodukte täglich auf den Speiseplan zu nehmen.
Die empfohlene Menge für Erwachsene liegt bei 2 Portionen Milch bzw. Milchprodukte am Tag. Dabei entspricht eine Portion z. B. 250 g Milch, 150 g Joghurt oder 30 g Käse.
Daraufhin wurden die LandFrauen von der Fachfrau mit Informationen zum Käse und seiner Herstellung versorgt. So erläuterte sie die Arbeitsschritte von der Dicklegung der Milch über das Schneiden
des Käsebruchs bis zur Reifung. Je nach Reifedauer, Temperatur und Luftfeuchtigkeit entwickelt der Käse sein typisches Aroma. Aufklärung gab es u.a. auch zu
der
Grafik: ©Landgemachtes
Bezeichnung „Fett in der Trockenmasse“ (Fett i.Tr.).
Dieser Fettgehalt ist nicht mit dem absoluten Fettgehalt gleichzusetzen. Käse besteht aus Trockenmasse (Eiweiß, Fett, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, u.v.m.) und Wasser. Durch die
Reifung und Lagerung verliert Käse an Feuchtigkeit und Gewicht, die Trockenmasse bleibt dabei nahezu konstant. Eine Fettangabe, die sich auf das Käsegewicht bezieht, müsste also ständig geändert
werden. Daher bezieht sich die Fettangabe nur auf die
Trockenmasse: Mit einer einfachen Faustregel lässt sich der tatsächliche Fettgehalt bestimmen: Fett i. Tr. = Wert halbieren.
Ein weiterer positiver Punkt ist, dass Betroffene einer Laktoseintoleranz Käse meist gut vertragen. Käse wird aus Milch hergestellt und kann daher Laktose enthalten. Der Laktosegehalt sinkt
jedoch, während ein Käse reift. Somit gilt, je länger der Käse gereift ist, desto weniger Laktose ist enthalten.
Neben den vielfältigen Informationen hatte Frau Backhaus dann auch noch 3 niedersächsische Käsesorten zum Verkosten für die LandFrauen mitgebracht.
(Text und Foto: Gemeinde Bissendorf)
Anlässlich des Internationalen Frauentages trat die Bremer Mezzosopranistin Stefanie Golisch am 8. März im Bürgersaal Bissendorf auf.
Mezzosopranistin Stefanie GolischDie Mezzosopranistin Stefanie Golisch überzeugte das Publikum nicht nur am E-Piano. Die Sängerin mit kraftvoller Stimme präsentierte ihr Programm „Der lange Weg
der Emanzipation“, umrahmt von Liedern für, von und über Frauen, auf Einladung der Gleichstellungsbeauftragten der Gemeinde Bissendorf, Angelika Rothe, sowie der Landfrauenvereine
Bissendorf-Holte und Schledehausen.
Begrüßt wurden die circa 50 Zuhörerinnen zu Beginn des musikalisch-literarischen Abend von Almut Detert. Die Vorsitzende der Landfrauen Schledehausen betonte, dass sich seit der Gründung des
ersten landwirtschaftlichen Frauenvereins 1898 und seit der Feier des ersten Internationalen Frauentags am 19. März 1911 zwar vieles verbessert hat, dass es in Bezug auf die Rechte der Frauen und
Weltfrieden aber noch genügend „Felder zu beackern“ gibt.
Seit 1921 wird der Internationale Frauentag weltweit am 8. März gefeiert. Ein Roll Up eingangs des Bürgersaals bündelt einige mit dem Kampf der Frauen nach Gleichberechtigung zentrale Schlagworte
wie „Vielfalt“, „Gleichheit“, „Selbstbestimmung“, „Gleicher Lohn“, „Gewaltfreiheit“ und „Solidarität“.
Den in den vergangenen Jahrhunderten zurückgelegten, langen und steinigen Weg der Emanzipation zeichnete Stefanie Golisch in einem 70minütigem Programm nach. Entstanden war es während der
besonderen Anforderungen der Corona-Pandemie – einer Zeit, in der die Betreuung der Kinder und Pflege älterer Menschen neben Home-Office und Haushalt wieder einmal vornehmlich von Frauen
verrichtet wurde.
Begonnen mit Clara Schumanns Lied „Vorwärts“ beleuchtete Stefanie Golisch die Rolle der Frau in der Gesellschaft um vielen weiteren Frauen die Anerkennung teil werden zu lassen, die sie in ihrem
Alltag oft nicht erfahren.
So führte etwa Mimi Fariñas „Brot und Rosen“, das 1911 bei einem Streik gegen Hungerlöhne und Kinderarbeit von 14.000 Arbeiterinnen in den Textilfabriken der amerikanischen Stadt Lawrence
entstand, das Publikum zu den Anfängen der Internationalen Frauenbewegung.
Das Lied „Vor Gericht“ der französischen Komponistin Pauline Viardot-Garcia war ebenso Teil ihres Programms für Gleichstellung, wie der zur Hymne der britischen Frauenbewegung gewordene „March of
the Woman“. Komponiert wurde letzterer 1911 von Ethel Smyth, aus Protest gegen die Verweigerung des Frauenwahlrechts, das acht Jahre später erstmalig in Deutschland zugesprochen wird.
Beim Song „Ciao bella ciao“ lief die Mezzosopranistin am E-Piano zu Höchstformen auf. Anfang des 20. Jahrhunderts von italienischen Reispflückerinnen gesungen, beklagt das Protestlied die
unmenschlichen Arbeitsbedingungen unter der stechenden Sonne und fordert Würde und Respekt ein.
In ihrem Programm ging Stefanie Golisch ebenso auf die deutsche und internationale Frauenbewegung ein, wie auf die Unterschiede der bürgerlichen und proletarischen Strömungen. Die dabei
dargebotenen Stücke stammen alle aus dem Archiv „Frau und Musik“ in Frankfurt.
Mezzosopranistin Stefanie GolischFür ihr musikalisch-szenisches Programm "Der lange Weg der Emanzipation" griff die Künstlerin auch zum Akkordeon. Fotos: Gemeinde Bissendorf / Kollorz Bei den
Liedern „Ihr namenlosen Frauen“ und „Wenn wir unseren Neid besiegen“ griff die Sängerin zum Akkordeon. Beim „Hausfrauenblues“ (einem Stück zum Hausfrauengesetz) sagte die Künstlerin, die statt im
besten Kleid im Hosenanzug die Bühne betrat: „Ich habe das Gefühl, meine Großmutter sitzt auf meiner Schulter und sagt: Endlich spricht das mal jemand aus!“
Abschließend zeichnete Stefanie Golisch den langen Weg der Emanzipation anhand einfacher Daten nach – angefangen von der Feier des ersten Internationalen Frauentags bis zur Erweiterung des
Mutterschutzgesetztes und der Anpassung des Gewalthilfegesetzes (beide im Januar 2025).
Dabei betonte sie, dass weitere Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten nur dann beseitigt werden können, wenn alle Frauen Solidarität leben und Männer mit ins Boot holen.
Mit dem Lied „Für mich soll´s rote Rosen regnen“ und einem Zitat der französischen Schriftstellerin und Philosophin Simone de Beauvoir, klang das kurzweilige Programm aus: „Frauen, die nichts
fordern, werden beim Wort genommen – Sie bekommen nichts“.
(Autor: Gemeinde Bissendorf)
Vorstandsmitglieder der Landfrauenvereine Bissendorf-Holte und Schledehausen übergaben die orangefarbene „Wanderbank“ des Landfrauen Kreisverbandes Osnabrück nun gemeinsam an die
Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Bissendorf, Angelika Rothe.
Auch Bürgermeister Guido Halfter, der diesem symbolischen Akt aus terminlichen Gründen leider nicht beiwohnen konnte, begrüßt ausdrücklich, dass der noch amtierende Bundestag am 31. Januar 2025
den Entwurf für ein Gewalthilfegesetz beschlossen hat.
Das Gesetz stellt erstmals bundesgesetzlich sicher, dass gewaltbetroffene Frauen einen kostenfreien Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung haben und schafft damit den Rahmen für ein verlässliches
Hilfesystem. Das Bundesfamilienministerium hat den Gesetzesentwurf in umfangreicher Abstimmung mit Ländern, kommunalen Spitzenverbänden und der Zivilgesellschaft erarbeitet.
Und was hat es nun mit der „Wanderbank“ auf sich? Sie ist ein deutlich sichtbares Zeichen: „Hier ist kein Platz für Gewalt an Frauen und Mädchen“. Die Vereinten Nationen (UN) haben 1999 den 25.
November als weltweiten Gedenktag initiiert, der ein öffentliches Bewusstsein dafür schaffen soll, dass Frauen in besonderem Maße von Gewalt betroffen sind und „Orange“ ist die offizielle
Kampagnenfarbe der UN.
Die Dimensionen der Gewalt umfassen physische, psychische, ökonomische und sexualisierte Gewalt oder auch Terror. Statistiken zeigen ein erschreckendes Bild: Rund 35 Prozent aller Frauen in
Deutschland sind mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und/oder sexueller Gewalt betroffen. Dabei beginnt Gewalt nicht erst mit Schlägen. Auch Bedrohungen, Beschimpfungen sowie
Belästigungen sind Formen von Gewalt. Sie betrifft Menschen aller sozialen Schichten und jeden Alters – Zuhause, in der Öffentlichkeit, am Arbeitsplatz oder online.
„Wir sind der Überzeugung, dass die Aufmerksamkeit für dieses Themenfeld nicht auf den Anti-Gewalt-Tag begrenzt sein kann, sondern ständig präsent sein sollte“, erläutert Almut Detert die
Intention der Osnabrücker Landfrauen. „Dazu befindet sich diese Bank als Statement auf Wanderschaft durch die Kommunen“. „Sie verbleibt jeweils für einige Wochen vor Ort und lädt ein, sich
hinzusetzen und ins Gespräch zu kommen, das Schweigen zu durchbrechen“, ergänzt Irmtraud Niemeyer.
Nur circa 20 Prozent von Gewalt betroffener Frauen nutzen bestehende Beratungs- und Unterstützungsangebote. Oft wird Gewalt gegen Frauen nach wie vor verschwiegen, bagatellisiert oder als
„Beziehungstat“ in die private Sphäre abgeschoben. „Deshalb ist es besonders wichtig, mit Aktionen wie dieser den Frauen, die aus Angst und Scham nicht zur Beratung und Hilfsangeboten finden,
diese Möglichkeiten aufzuzeigen und ihnen Mut zu machen“, unterstreicht Angelika Rothe.
Am 19. Januar 2024 startete die orangefarbene „Wanderbank“ ihre Reise im Foyer des Hauptgebäudes des Landkreises Osnabrück. Das Bürgerbüro Schledehausen ist inzwischen die zwölfte Station der
Sitzgelegenheit für ein deutlich sichtbares Zeichen gegen Gewalt. Mitte März kehrt die Wanderbank wieder zu ihrem Ausgangspunkt am Schölerberg zurück.
Begleitet wurde die Aktion gegen Gewalt von den Vorständen der Landfrauen Schledehausen und Bissendorf-Holte (hintere Reihe v.l.n.r.): Kerstin Westrup, Christiane Obrock, Sibylle Nolte, Irmtraud Becker und Annette Hellmann (vordere Reihe v.l.n.r.): Almut Detert, Angelika Rothe und Irmtraud Niemeyer. Foto: Gemeinde Bissendorf
Zur diesjährigen Winterwanderung starteten die Schledehauser LandFrauen Anfang Februar 2025 bei passendem Wanderwetter an der Leckermühle. Dabei absolvierten sie ein gutes Stück des
Wittekindsweges. Durch den Wald, über leichte Steigungen, mit schönen Ausblicken auf die hügelige Landschaft erreichten sie die im Jahre 1856 eingeweihte Marienkapelle auf dem Kapellenberg.
Eine Pause wurde an der Schutzhütte unterhalb der Windhorstbrücke eingelegt, bevor es über schöne Pfade, durch Waldidylle und schmucke Wohngebiete zum Ausgangspunkt zurückging.
Zum abschließenden Pickertessen kamen dann noch weitere, nicht so wanderfreudige LandFrauen, hinzu und verbrachten einen geselligen Abend miteinander.
Am 17. Oktober feierten die Schledehauser LandFrauen ihr 75-jähriges Jubiläum im vollbesetzten Dorfgemeinschaftshaus in Schledehausen. Neben Vertreterinnen und Vertretern anderer Vereine aus der Gemeinde und Abordnungen der LandFrauenvereine aus dem Kreisverband konnten sich die Geburtstagskinder z.B. auch über Grußworte von Bürgermeister Halfter und der Präsidentin des Niedersächsischen LandFrauenverbandes Weser-Ems, Ina Janhsen, freuen.
Bürgermeister Guido Halfter warf einen Blick auf die Ziele der Gründerinnen und stellte fest, dass sich der LandFrauenverein stetig weiterentwickelt habe und ein unverzichtbarer Bestandteil des Gemeindelebens sei.
Das gemeinschaftliche und damit erfolgsorientierte Eintreten der LandFrauen für gemeinsame Ziele wie MammoBis75 (Anhebung der Altersgrenze für kostenfreies Mammographie-Screening von 69 auf 75 Jahre für alle Frauen) oder die Aufstockung der Medizinstudienplätze an der Uni in Oldenburg betonte die LandFrauenpräsidentin u.a. in ihren Ausführungen.
Dr. Marit Schröder forderte die LandFrauen in ihrer Videobotschaft auf, ihre Kompetenzen nicht zu verstecken und die oft klischeehaften „K“s Kinder, Küche, Kühe um viele weitere „K“s wie Kommunikation, Kreativität, Kompetenz, kosmopolitisch agieren oder auch Kritik üben, wo sie angebracht ist, zu erweitern.
Im Rückblick auf bewegte und bewegende Begebenheiten in der Vereinsgeschichte wurden so manche Erinnerungen hervorgeholt und veranlassten zu Äußerungen wie „Ach, weißt du noch?“ oder „So lange ist das schon her“.
In der Interviewrunde erklärten dann einige Vereinsmitglieder, was sie besonders an den LandFrauen und ihrem Verein schätzen. Da wurde u.a. das große Netzwerk von 450000 Mitgliedern bundesweit erwähnt. Das vielfältige Angebot an Vorträgen zu aktuellen Themen über Workshops bis hin zu gemeinsamen Theaterbesuchen und Informationsfahrten wurde genannt oder auch die gelebte Gemeinschaft unterschiedlicher Altersstufen.
Der „Kleine Chor“ eröffnete die Jubiläumsfeier absolut passend mit „Oh what a day“ und im Laufe der Veranstaltung gab es noch weitere musikalische Leckerbissen zu hören. Das schwungvolle Abba-Medley begeisterte die Anwesenden und mit „You raise me up“ sorgten die Sängerinnen für so manchen „Gänsehaut“-Moment.