Besuch im Kloster Nette

Das Kloster der Missionsschwestern vom heiligen Namen Mariens, besser bekannt als Kloster Nette, liegt idyllisch im Nettetal in Osnabrück-Haste. Am 24. April besuchten wir Landfrauen das Kloster und wurden dort von Schwester Friederike herzlich in Empfang genommen und zur reich gedeckten Kaffeetafel im neuen Exerzitienhaus geladen. Anschließend erzählte uns die Schwester von der Geschichte ihres Ordens und des Klosters. Bischof Berning gründete 1920 mit sechs Frauen in Meppen eine neue Gemeinschaft, die sich künftig für Diaspora- und Missionsaufgaben einsetzen sollte. Während des Krieges 1941 wurde das Mutterhaus in Meppen beschlagnahmt und die Schwestern vertrieben. Bischof Berning nahm die Schwestern auf Gut Nette auf, das er 1925 für erholungsbedürftige Mütter gekauft hatte. Nach Kriegsende wurde entschieden, dass das Mutterhaus nicht nach Meppen zurückverlegt wird, sondern in Osnabrück-Haste bleibt. So wurde aus dem ehemaligem Gut Nette das Kloster Nette. Schwester Friederike berichtete auch vom Leben im Kloster und von der Missionsarbeit in den Niederlassungen in Schweden, Brasilien und Paraguay. In der Kapelle hielten wir kurz inne zu einem gemeinsamen Gebet. Danach ließen wir bei herrlichem Frühlingswetter den Nachmittag mit einem Spaziergang durch den sehr gepflegten, weitläufigen Park und über den, im Wald gelegenen, Schwesternfriedhof ausklingen.
Zu diesem Klosterbesuch begrüßten wir auch einige Landfrauen aus dem Kreisverband Osnabrück, denn mit dieser Veranstaltung beteiligten wir uns an den Aktionstagen des Deutschen LandFrauenverbands „LandFrauen zeigen Flagge“. Für eine demokratische, offene und vielfältige Gesellschaft im ländlichen Raum.