Fahrt nach Borgholzhausen

Passend zur Vorweihnachtszeit besuchten 45 Landfrauen am 13. November die Gebäck- und Lebkuchenmanufaktur H. Schulze in Borgholzhausen.
Gebäck mit und ohne Schokolade, Lebkuchen, Dominosteine, Pfeffernüsse, überhaupt  alles, was zum Jahresende so genascht wird, gibt es hier zu kaufen. Aber wir wollten uns nicht nur verführen, sondern auch führen lassen. Also starteten wir um 14 Uhr mit einer Betriebsbesichtigung.  Hierbei erfuhren wir, dass Lebkuchen ursprünglich gar kein Weihnachtsgebäck war. Das kräftig gewürzte Gebäck ist sehr lange haltbar und wurde das ganze Jahr über verzehrt. Vor allem auf Jahrmärkten wurde Lebkuchen angeboten. Erst nach dem Krieg wurde es zum besonderen Genussartikel zur Weihnachtszeit vermarktet.
1830 gründete Johann Heinrich Schulze seine Firma in Borgholzhausen. Die Region war früher für Textilien bekannt, Flachs wurde angebaut. Wo Flachs angebaut wurde, gab es viele Bienen. Eine der Grundvoraussetzungen für Lebkuchen: Ausreichend Honig musste zur Verfügung stehen. Heinrich Schulze hatte nur Töchter und so heiratete der Geselle Carl Knaust ins Unternehmen ein. Er reiste nach Holland und in die USA, lernte von anderen Bäckerbetrieben, fand erlesene Gewürze und verfeinerte immer mehr seine Lebkuchenrezepte. In den 70er Jahren wurde der Betrieb zu einer Großbäckerei mit internationaler Bekanntheit ausgebaut. Nach einem verheerenden Großbrand im Mai 1997 produziert das Familienunternehmen heute unter dem Markennamen "von Ravensberg" weiterhin leckere Lebkuchen- und Gebäckspezialitäten, allerdings wieder im kleineren Stil mit nur einer Produktionsstraße. Bei unserer Führung konnten wir beobachten, wie die Lebkuchen über eine Walze aufs Band kamen, gebacken, abgekühlt, mit Schokolade glasiert, wieder abgekühlt und schließlich abgepackt wurden. Einige Kostproben verschiedener Backwaren standen für uns zum Probieren bereit. Besonders imposant war die Verzierung der Jahrmarkt-Lebkuchenherzen anzusehen. Gekonnt und mit gleichmäßig, geschwungener Schrift gestalteten die Mitarbeiterinnen in reiner Handarbeit die Lebkuchen-Rohlinge und umrandeten diese mit einer dicken Zuckergussbordüre – ein wahres Kunsthandwerk.

Nach der Führung wurden wir im  gegenüberliegende Café Schulze zum gemütlichen Kaffeetrinken erwartet. Im Anschluss daran wollten wir uns aber doch noch von den vielen Gebäck- und Lebkuchenspezialitäten im angrenzenden Laden verführen lassen. Hier fanden wir alles, was das süße Herz begehrt und mit vollen Taschen machten wir uns dann auf den Weg zurück nach Wallenhorst.


Demenz - Begleitung im Andersland

In Zusammenarbeit mit der Wallenhorster Gleichstellungsbeauftragten Frau Kornelia Böert hatte der LandFrauenverein am 23.10.19 zu einem Informationsabend zum Thema „ Umgang mit Demenz“ in den Ratssaal eingeladen. Wir freuten uns über die große Resonanz und begrüßten ca. 90 Interessierte.
Referentin dieses Abends war Frau Reinhild Wörheide, ein Mitglied unseres Vereins, wenngleich sie inzwischen nach Leipzig gezogen ist. Frau Wörheide ist Diplom-Gerontologin und Geschäftsführerin von WÖRHEIDE Konzepte.


Seit 15 Jahren und mit über 200 qualifizierten und erfahrenen Dozenten bundesweit führt WÖRHEIDE Konzepte Schulungen für Angehörige von Menschen mit Demenz durch. Ihre wissenschaftliche Kompetenz als Diplom-Gerontologin sowie ihre jahrelangen persönlichen Erfahrungen waren die Basis für das Kurskonzept „Begleitung im Andersland", das bis heute bundesweit 30.000 Angehörige erreicht und erfolgreich unterstützt hat.
Frau Wörheide berichtete erst einmal wissenswertes über die Krankheit Demenz, um einen Überblick über Zahlen, Diagnose, Behandlung und die verschiedenen Demenzformen zu bekommen. Dann ging sie mehr ins Detail und erklärte uns die drei Stadien der Demenz: das Vergessen, die Verwirrtheit und die Hilflosigkeit. Angehörige sollen die ersten Anzeichen der Erkrankung erkennen und die Veränderungen akzeptieren lernen um schwierige Situationen ruhig und gelassen, aufmerksam und fürsorglich bewältigen zu können. Sie sollen den Übergang in das ANDERSLAND gut begleiten können und sich mit der wachsenden Hilflosigkeit vertraut machen. Einblicke in das Leistungsgefüge der Pflegeversicherung, der Entlastungsmöglichkeiten und der rechtlichen Aspekte wie Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen werden in den Kursen ebenfalls gegeben.
Ziel ist es, die Angehörigen in den Blick zu nehmen - sowohl mit ihren außergewöhnlichen Belastungsdimensionen als auch mit ihren herausragenden Leistungen in den Familien.
Denn es ist ein Riesenunterschied, ob man einen Menschen mit Demenz betreut oder einen körperlich Erkrankten. Das beginnt schon beim Äußeren. Wenn man jemanden im Rollstuhl schiebt, ist die Belastung für jeden sichtbar – und man bekommt entsprechende Reaktionen. Demenz ist unsichtbar – oft fehlt Dritten deshalb auch die Empathie und es gibt kaum positive Rückmeldungen.
Besonders anstrengend ist die Phase, wenn die Betroffenen verwirrt sind, sich „seltsam“ verhalten, sich verirren oder weglaufen. Dann ist Hilfe von außen schwierig – dauerhaftes Aufpassen deckt ja kein Pflegedienst ab. Wenn der oder die Betroffene bettlägerig wird, kann es sogar erstmal eine Erleichterung sein und es wird für Dritte einfacher zu helfen.
Mit der Kursreihe „Begleitung im Andersland" möchte Frau Wörheide erreichen, dass Angehörige einen für sich selbst guten Umgang mit ihrer eigenen Situation erlernen und die Schritte kennen, die sie dazu gehen müssen. Es geht dabei nicht um Wissen, sondern um Blickwinkel, Haltung und Verhalten. Aufgabe und Ziel soll es sein, die Krankheit als eine spannende Zeit anzunehmen, welche Herausforderungen mit sich bringt und uns selbst bereichert.
Ihr Anliegen ist der Respekt vor dem Erleben und den Leistungen der Angehörigen, die sich mit dieser ganz besonderen Lebenssituation auseinandersetzen müssen.
Danke, Reinhild für diesen informativen Abend!


Was uns die Füße sonst noch sagen

Zu Kaffee und Kuchen trafen sich 35 Landfrauen am 10. Oktober um 14.30 Uhr im Gasthaus Barlag in Hollage. Im Anschluss hörten wir einen sehr informativen Vortrag der Podologin und Heilpraktikerin Maria Krützkamp aus Füchtorf. Unter dem Motto „Was uns die Füße sonst noch sagen“ erklärte sie uns, welche Spuren das Leben an unseren Füßen hinterlässt. Diese können sehr vielfältig sein und manchmal auch schmerzhaft. Fußschmerzen können in vielen Varianten auftreten und sind Symptome, deren Ursache häufig ganz woanders liegen. Es ist wichtig den Körper des Menschen bei Erkrankungen als Ganzes zu sehen und nicht nur die Symptome am Fuß zu behandeln. Oftmals ist ein Beckenschiefstand für Fußfehlstellungen und immer wiederkehrende Druckstellen oder Hühneraugen verantwortlich.
Um den Menschen in einer ganzheitlichen Betrachtungsweise sehen zu können, hat die gelernte Krankenschwester und Podologin weitere Aus- und Fortbildungen absolviert. Mit Hilfe der Traditionellen Chinesischen Medizin, der Chiropraktik, der Akupunktur oder der Fußreflexzonen-Therapie begibt sich Frau Krützkamp auf die Suche nach möglichen Ursachen und deren Behandlungsmöglichkeiten, um den Körper in ein gesundes Gleichgewicht zu bringen.
Unsere Füße haben uns viel über uns zu erzählen, wir müssen nur richtig hinhören.


Tagesfahrt ins Artland

Mit einem voll besetzten Bus starteten wir am 1. Oktober um 13 Uhr zu unserer Fahrt ins Artland. Begleitet wurden wir von Almut Detert, der Vorsitzenden des LandFrauen Kreisverbandes Osnabrück. Frau Detert ist gebürtige Artländerin und hatte für uns diese informative Fahrt ausgearbeitet.
Unser erstes Ziel war die Indoor-Fischzucht „Ahrenhorster Edelfisch“ in Badbergen.
Hermann Otto-Lübker betreibt dort seit 1993 eine hochmoderne Fischzucht- und -verarbeitungs-anlage, die ressourcenschonend konzipiert und damit äußerst effizient und umweltschonend ist. Er hat sich für den europäische Wels, auch „Waller“ genannt, entschieden, da dieser Fisch in der Natur hauptsächlich in Dunkelheit lebt und somit auch in Badbergen gut in Tanks und Becken gehalten werden kann, die in absoluter Dunkelheit stehen. Um eine optimale Wasserqualität und Tierversorgung zu gewährleisten, wird permanent gespült und sedimentiert.


Innerhalb von neun bis zehn Monaten wachsen die Fische zu ihrer Schlachtgröße von drei Kilogramm heran und werden währenddessen permanent nach Größen sortiert und in andere Becken umgesetzt, um Kannibalismus zu vermeiden. 120 Tonnen feinste Fischfilets werden so jährlich produziert. Nach der Besichtigung gab es noch eine kleine Verkostung und Gelegenheit, geräucherte Fischfilets käuflich zu erwerben.
Anschließend ging es weiter zum Heuhotel Hildebrand. Inmitten der prachtvollen Artländer Kulturlandschaft liegt dieser liebevoll restaurierte  Bauernhof, der neben des Gastronomiebetriebes noch voll bewirtschaftet wird. Bei einem leckeren Stück Torte und frischem Kaffee erzählte uns Frau Hildebrand von ihrem Leben als Bäuerin und Gastwirtin. Almut Detert nutzte ebenfalls die Gelegenheit, um uns die Besonderheiten des Artlands und seiner Fachwerkhöfe zu erläutern. Die liebevoll dekorierten Gasträume, das Heuhotel und den großen Bauerngarten konnten wir anschließend in Augenschein nehmen.
Unser letztes Ziel an diesem Tag war das Stift Börstel, ein ehemaliges Zisterzienserinnenkloster, das seit fast 400 Jahren Heimat eines ökumenisch besetzten Stiftskapitels ist.  Hier begrüßte uns Kapitularin Johanna Pointke, die uns durch die Kirche führte und uns über das Stiftsleben informierte. Stift Börstel ist eine selbstständige Stiftung öffentlichen Rechts und dem Land Niedersachsen unterstellt – nicht aber dem Bistum Osnabrück oder der evangelischen Landeskirche. Es verwaltet sich selbst und bietet acht evangelische und zwei katholische Kapitelplätze. Momentan gehören zum Stift sechs Kapitularinnen, die ihren christlichen Glauben in einer geistlichen Gemeinschaft leben wollen. Eine Residenzpflicht oder Gelübde gibt es nicht. Die Frauen sind alleinstehend. Jede hat eine Wohnung und führt einen eigenen Haushalt. Viele sind berufstätig um für ihren Lebensunterhalt aufkommen zu können. Andere gestalten die Andachten und Gottesdienste oder leiten Seminare. Das Stiftskapitel kommt mehrmals im Jahr zusammen um wichtige Entscheidungen bezüglich der Erhaltung und Nutzung des Stifts zu treffen und die geistliche Gemeinschaft zu leben.
Nach diesen vielen interessanten Informationen traten wir dann unseren Rückweg an und waren uns einig, dass es mal wieder ein rundum gelungener Ausflug war.


Frühstück mit Kornelia Böert

Mit einem reichhaltigem Frühstücksbuffet im Gasthaus „Zum Alten Kloster“ in Rulle, begrüßten wir am 10. September unsere Mitglieder und Gäste zum Start ins neue Programm 2019/2020. Für das kommende Jahr wurden wieder jede Menge Treffen, Ausflüge und Vorträge vorbereitet und dazu ein sehr anschauliches Programmheft gestaltet. Dieses wurde von den Vertrauensfrauen während der Sommerpause an unsere Mitglieder verteilt.
Nach einer Stärkung am leckeren Buffet und ausreichend Zeit zum Klönen, begrüßten wir Frau Kornelia Böert, die kurzfristig als Referentin eingesprungen war, da es mit der vorgesehenen Referentin zu einem Missverständnis in der Terminabsprache gekommen war.
Frau Böert ist die Beauftragte für Frauen, Familien und Senioren der Gemeinde Wallenhorst. Die Diplom-Sozialpädagogin arbeitet mit dem Seniorenbeirat der Gemeinde zusammen, engagiert sich im Arbeitskreis Prävention und koordiniert und betreut viele weitere Projekte. Ein neues Projekt ist „Im Alter IN FORM“ von dem sie uns an diesem Vormittag berichtete.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisation, kurz BAGSO genannt, hilft auserwählten Kommunen – dazu zählt auch Wallenhorst – mit verschiedenen Maßnahmen und Aktivitäten die Gesundheit älterer Menschen zu fördern.  Mit einer ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und einer aktiven sozialen Teilhabe bleibt die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit erhalten. So können Menschen im Alter selbstständig bleiben und vielleicht auch länger in ihren eigenen vier Wänden leben. Der Seniorenbeirat, die BAGSO, ortsansässige Vereine, Verbände und Aktive sind nun aufgerufen in sinnvoller Zusammenarbeit, mehr älteren Menschen, die oftmals auch in ihrer Mobilität eingeschränkt sind oder sogar Einsamkeit erleben, die Teilnahme an bestehenden oder neu zu entwickelnden Angeboten zu ermöglichen. Hier sind in Wallenhorst schon „Hand in Hand“ und der Bürgerbus ins Leben gerufen worden. 
Auch wir Landfrauen sind mit eingebunden. Unsere regelmäßigen Treffen fördern die soziale Teilhabe und somit das persönliche Wohlbefinden. Auch Ernährungs-, Gesundheits- und Vorsorgevorträge stehen regelmäßig in unserem Programm. Für mehr Bewegung sorgen unsere beliebten Fahrradtouren in den Sommermonaten.
Neue Mitglieder und Gäste sind jederzeit willkommen. Infos gibt es bei Sabine Stenzel oder auf landfrauen-osnabrueck.de.


Sommer-Radtouren

Wie schon in den letzten Jahren laden wir auch diesen Sommer wieder ein, mit uns einmal im Monat einen kleinen Ausflug per Rad in die nähere Umgebung zu unternehmen. Diese Fahrradtouren starten immer um 17 Uhr an den Treffpunkten in den jeweiligen Ortsteilen.
 Im Juni trafen wir uns an der Hollager Kirche und radelten durch unsere nordrhein-westfälischen Nachbargemeinden Lotte/Halen und Westerkappeln. Dabei umrundeten wir das Naturschutzgebiet Düsterdieker Niederung, mit seinen Wiesen, Weiden und Wäldern.
Im Juli starteten wir an der Lechtinger Mühle und fuhren Richtung Osnabrück. Auf ruhigen Fahrradwegen durchquerten wir die Stadtteile Haste, Sonnenhügel, Gartlage und Dodesheide und radelten dann wieder durch das schöne Nettetal nach Wallenhorst zurück.
Unsere Sommerradtouren sind ca. 25 km lang und erfreuen sich großer Beliebtheit. Anschließend kehren wir oft irgendwo ein und lassen den Abend bei einem leckeren Eisbecher oder kühlen Getränken und kleinen Speisen ausklingen.


Tagesfahrt ins Ostwestfälische

Für unsere diesjährige Tagesfahrt am Mittwoch, den 19. Juni hatten wir wieder ein tolles Programm zusammengestellt. Früh aufstehen war angesagt, denn der Bus startete schon um 8.30 Uhr in Wallenhorst. Unser erstes Ziel war der Modetreff Oldemeier in Lübbecke. Hier wurden wir freundlich begrüßt und konnten uns erst einmal bei einem kleinen Frühstück stärken. Anschließend  bestaunten wir bei einer kurzweiligen Modenschau die neue Sommermode. Dabei durften zwei Landfrauen sogar selbst den Laufsteg betreten. Sie schlüpften in die Rolle eines Models und führten ganz professionell Mode vor, die sie sich selber aussuchen durften. Nach der Modenschau konnten wir nach Herzenslust im Sortiment stöbern, anprobieren und einkaufen.
Gegen 12.15 Uhr machten wir uns dann auf den Weg zu unserem zweiten Ziel - der Rila Erlebniswelt in Stemwede-Levern. Hier wird die Welt der Gewürze und der Feinkost aus vielen Ländern der Erde für Besucher optisch und kulinarisch erlebbar gemacht.


Nach einem leckeren Mittagessen im Restaurant Rotondo sahen wir den Film „Rila stellt sich vor“ - darin begleiteten wir die Inhaber-Familie Richter auf weltweiter Einkaufstour, verfolgten den Weg der Olive vom Anbau bis in den Supermarkt und lernten die Produktionsbetriebe in Griechenland, Hamburg und Chile kennen. Danach machten wir uns bei hochsommerlichen Temperaturen auf zu einer Führung durch das 4000 qm große Areal der Gärten der Sinne. Wir erlebten den japanischen Garten, verschlungene Bachläufe und Teiche, den italienischen Garten aus originalem Tuffstein und das griechische Amphitheater. Sehenswert war auch der afrikanische Garten mit den typischen namibischen Hütten und den lebensgroßen Giraffen, hergestellt von afrikanischen Künstlern aus alten Autoblechen. Anschließend konnten wir in der Feinkostwelt auf Entdeckungsreise gehen. Über 1000 Produkte aus aller Welt warten hier auf Käufer und zeigen eine Auswahl der Esskultur ferner Länder.
Um 16 Uhr ging es dann weiter zur Lemförder Orchideenzucht. Hier bekamen wir einen kleinen Einblick in die Welt der Orchideen und deren Pflege. Natürlich konnten wir auch hier besondere Orchideen und deren Zubehör erwerben oder auch nur bei einem Rundgang durch die Gewächshäuser die Blütenpracht genießen.
Auf dem Rückweg kehrten wir dann noch ins Gasthaus Kortlüke ein und ließen bei kalten Getränken und herzhaften Schinken- und Käsebroten den Tag ausklingen.
Um 19 Uhr trafen wir etwas erschöpft, aber mit vollen Einkaufstaschen und tollen neuen Eindrücken wieder in Wallenhorst ein.


Maitour

Zur diesjährigen Maitour am 21. Mai hatten die Ruller Landfrauen auf den Hof Wellmann eingeladen. Trotz des wechselhaften Wetters machten sich 43 Landfrauen auf den Weg, um ein paar gesellige Stunden auf der nett hergerichteten Diele zu verbringen. Zu frisch gegrillten Steaks und Würstchen hatten die Ruller Frauen ein reichhaltiges und sehr leckeres Salatbuffet zusammengestellt. Bei netten Gesprächen und dem obligatorischen Mailieder-Singen ließen wir den Abend ausklingen.
Ein besonderer Dank geht an Maria Wellmann und an alle Ruller Landfrauen für die Vorbereitung dieses schönen Abends.



Besuch im Kloster Nette

Das Kloster der Missionsschwestern vom heiligen Namen Mariens, besser bekannt als Kloster Nette, liegt idyllisch im Nettetal in Osnabrück-Haste. Am 24. April besuchten wir Landfrauen das Kloster und wurden dort von Schwester Friederike herzlich in Empfang genommen und zur reich gedeckten Kaffeetafel im neuen Exerzitienhaus geladen. Anschließend erzählte uns die Schwester von der Geschichte ihres Ordens und des Klosters. Bischof Berning gründete 1920 mit sechs Frauen in Meppen eine neue Gemeinschaft, die sich künftig für Diaspora- und Missionsaufgaben einsetzen sollte. Während des Krieges 1941 wurde das Mutterhaus in Meppen beschlagnahmt und die Schwestern vertrieben. Bischof Berning nahm die Schwestern auf Gut Nette auf, das er 1925 für erholungsbedürftige Mütter gekauft hatte. Nach Kriegsende wurde entschieden, dass das Mutterhaus nicht nach Meppen zurückverlegt wird, sondern in Osnabrück-Haste bleibt. So wurde aus dem ehemaligem Gut Nette das Kloster Nette. Schwester Friederike berichtete auch vom Leben im Kloster und von der Missionsarbeit in den Niederlassungen in Schweden, Brasilien und Paraguay. In der Kapelle hielten wir kurz inne zu einem gemeinsamen Gebet. Danach ließen wir bei herrlichem Frühlingswetter den Nachmittag mit einem Spaziergang durch den sehr gepflegten, weitläufigen Park und über den, im Wald gelegenen, Schwesternfriedhof ausklingen.
Zu diesem Klosterbesuch begrüßten wir auch einige Landfrauen aus dem Kreisverband Osnabrück, denn mit dieser Veranstaltung beteiligten wir uns an den Aktionstagen des Deutschen LandFrauenverbands „LandFrauen zeigen Flagge“. Für eine demokratische, offene und vielfältige Gesellschaft im ländlichen Raum.